In der abgelaufenen Transferperiode suchte RB Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick händeringend nach einem Ersatz für den derzeit verletzten Linksverteidiger Marcel Halstenberg, fand jedoch keine passende Alternative. Nachdem bekannt wurde, dass Marvin Plattenhardt von Hertha BSC Berlin der Wunschkandidat des Vizemeisters war, enthüllt die Berliner Morgenpost nun ein interessantes Detail zu dessen Vertragsmodalitäten.

Kurz vor dem Ende des Winter-Transferfensters erreichte RB Leipzig eine Hiobsbotschaft: Linksverteidiger Marcel Halstenberg zog sich im Training einen Kreuzbandriss zu und fällt für die gesamte Rückrunde - und damit wohl auch für die Weltmeisterschaft in Russland - aus. Ein passender Ersatz wurde weder auf dem Transfermarkt, noch in den eigenen Reihen gefunden, weshalb auch die Verletzung des 26-Jährigen zu Rangnicks Generalkritik an der Nachwuchs-und Scoutingabteilung beitrug.

Dabei hatte man bereits einen passenden Spieler auf dem Radar: Marvin Plattenhardt. Der Linksverteidiger von Hertha BSC Berlin ist wie Halstenberg 26 Jahre alt, zudem Nationalspieler und Konkurrent um den Platz in Joachim Löws Viererkette. Doch ein Wechsel kam nicht zustande, was unter anderem an der hohen Ablöseforderungen der Berliner gelegen haben soll. Wie die Berliner Morgenpost berichtet, soll man mehr als 20 Millionen Euro für Plattenhardt gefordert haben, der vor dreieinhalb Jahren für 500.000 Euro vom 1. FC Nürnberg zur 'Alten Dame' wechselte und auch in diesem Jahr wieder zum absoluten Stammpersonal unter Pal Dardai gehört.

Hertha BSC v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga

Michael Preetz habe Marvin Plattenhardt nur unter klaren Bedingungen ziehen lassen wollen                  



Der Bericht bringt jedoch noch ein weiteres Detail ans Licht. Im Sommer verlängerte Plattenhardt seinen bis 2020 laufenden Vertrag bei der Hertha, doch über die neue Laufzeit machten die Verantwortlichen keinerlei Angaben. Nach Informationen der Berliner Morgenpost sei das Arbeitspapier des 26-Jährigen bis 2023 gültig, womit man Plattenhardt langfristig an den Verein gebunden hätte.

​Zu genauen Details wolle man sich in Berlin jedoch nicht äußern. Nachdem RB Leipzig zu Beginn der ersten Gespräche darum gebeten habe, die Angelegenheit nicht in die Öffentlichkeit zu tragen, verweisen auch die Verantwortlichen von Hertha BSC darauf, dass "Vertraulichkeit vereinbart worden" sei.