Der Umgang mit der Corona-Pandemie im Profifußball wirft gerade im Hinblick auf die kommende Champions-League-Saison einige Fragen auf. BVB-Sportdirektor Michael Zorc sieht vor der Auslosung der Gruppenphase Klärungsbedarf.


Am Donnerstag wird die Gruppenphase der Champions-League-Saison 2020/21 ausgelost. Aus deutscher Sicht mit dabei: Titelverteidiger FC Bayern, Vize-Meister Borussia Dortmund, der letztjährige Halbfinalist RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach.


Im Vorfeld der Auslosung hat BVB-Sportdirektor Michael Zorc nun gegenüber der FAZ Bedenken eingeräumt. "Tatsächlich fehlen noch die rechtlichen Voraussetzungen, um diese Spiele überhaupt austragen zu können", mahnte Zorc an.


Es geht um die Maßnahmen zur Corona-Pandemie. Reisen in Risikogebiete werden in den Champions-League-Duellen für die deutschen Teams wahrscheinlich. "Wenn wir am Mittwoch in einem Risikogebiet antreten, was wahrscheinlich bei mehr als der Hälfte der beteiligten Großstädte der Fall sein wird, dann sollten die Grundlagen dafür geschaffen sein, dass wir anschließend samstags in der Bundesliga wieder spielen dürfen", so Zorc.


Der erste Spieltag soll am 20. und 21. Oktober steigen. Bis dahin sollte es eine klare Regelung geben, für Partien, die dann in Risikogebieten ausgetragen werden. Das Auswärtige Amt hat angesichts steigender Infektionszahlen zahlreiche Reisewarnungen für Risikogebiete ausgesprochen. Erst am vergangenen Donnerstag spielte der FC Bayern das UEFA-Supercup-Finale in der ungarischen Hauptstadt Budapest, die vom Auswärtigen Amt im Vorfeld als Risikogebiet erklärt wurde. Der FC Bayern spielt am Sonntagnachmittag in Hoffenheim.