Aller Voraussicht nach wird James Rodriguez seine Zelte bei Real Madrid nach dieser Saison abbrechen. "Ich weiß nicht, ob er noch einmal für Real spielen wird", sagte Trainer Zinedine Zidane nach dem 2:0-Sieg in La Liga über Deportivo Alaves.


Weder wollte James im Sommer vergangenen Jahres beim FC Bayern bleiben, noch wollte er die Reservistenrolle bei seinem Stammverein Real Madrid übernehmen. Also deutete alles auf einen Wechsel hin. Die Spur führte zu Stadt-Rivale Atlético, und eigenen Aussagen zufolge hat der Kolumbianer auch ein "sehr gutes Angebot von einer spanischen Mannschaft" erhalten. Doch Real stellte sich zum damaligen Zeitpunkt quer: "Ich möchte nicht den Namen des Teams nennen. Madrid hat es abgelehnt", sagte James dem kolumbianischen TV-Sender Gol Caracol (Übersetzung via transfermarkt.de).

Er habe jedoch von Anfang an gewusst, dass er nur eine untergeordnete Rolle spielen würde. Und so kam es auch: Erst in 14 Pflichtspielen durfte James ran, bescheidene 728 Einsatzminuten stehen zu Buche. Das dürfte weder den Ansprüchen der Blancos noch denen des kolumbianischen Kreativspielers genügen.


Zukunft bei Real immer zweifelhafter


Auch der Re-Start hat die Situation nicht bessern können, nur ein einziges Mal stand James seitdem auf dem Feld. Gegen Athletic Bilbao war er "auf eigenen Wunsch" sogar nicht einmal mehr im Kader, wie Zinedine Zidane laut Goal nach dem 1:0-Sieg am vergangenen Sonntag erklärte. "Das ist seine persönliche Angelegenheit, mehr gibt es an dieser Stelle nicht zu sagen."


Hat offenbar kein Problem damit, auf James zu verzichten: Zinedine Zidane

Gegen Alaves fehlte James erneut im Aufgebot. Ob er noch einmal zurückkehren wird, ist ungewiss. Jedenfalls deutet nur wenig darauf hin, wie Zidane am Freitagabend durchblicken ließ: "Ich weiß nicht, ob er noch einmal für Real spielen wird", sagte der Trainer (zitiert via RealTotal).


Preisschild über 25 Millionen Euro


Bis 2021 ist James an die Königlichen gebunden, eine Trennung in diesem Jahr scheint deshalb unausweichlich. Laut der Marca hoffe Real, das nach der Weltmeisterschaft 2014 eine Ablösesumme von 75 Millionen Euro an die AS Monaco gezahlt hatte, auf einen Erlös in Höhe von 25 Millionen Euro. Ein erschwinglicher Preis für den 28-Jährigen, an Interessenten dürfte es deshalb nicht mangeln.