Während der Länderspielpause rollte auch in Südamerika der Ball. Unter anderem traf die brasilianische Nationalmannschaft um Superstar Neymar auf Peru. Die unterlegenen Gastgeber beschwerten sich im Nachhinein in Person von Carlos Zambrano über die schauspielerischen Einlagen des PSG-Profis.


Drei Treffer erzielte Neymar im WM-Qualifikationsspiel gegen Peru. Damit überholte er unter anderem die Fußballlegende Ronaldo in der Liste der erfolgreichsten brasilianischen Torschützen und zog auf Platz zwei - nur Pele liegt noch vor dem PSG-Star. Die Leistung des 28-Jährigen stieß aber nicht bei jedem auf Begeisterung. Gegenspieler Carlos Zambrano wütete nach der Partie gegen Angreifer.


Der ehemalige Bundesliga-Abräumer war vor allem von den Schauspieleinlagen genervt. "Ehrlich gesagt, er ist ein großartiger Spieler, einer der besten der Welt, aber für mich ist er ein richtiger Clown", so der 31-Jährige nach dem 2:4 gegenüber La Banda del Chino.


Neymar holt zwei Elfmeter selbst raus


Nach dem Spiel ist die Wut des einstigen Frankfurters verständlich. Neymar holte in wichtigen Momenten selbst zwei Elfmeter raus. Der erste war nach Trikothalten durchaus vertretbar. Der zweite Strafstoß wurde gegeben, nachdem sich der Edeltechniker ohne Chance auf den Ball eher in Zambrano warf.


Nur so konnte Brasilien die Partie erfolgreich drehen und die wichtigen Punkte einfahren. "Im Strafraum hat er sich vier oder fünf Mal hingeworfen um zu schauen, ob er einen Elfmeter bekommt und am Ende hat er seine Tore gemacht, mit zwei Strafstößen, die keine waren", so Zambrano weiter.


Es ist wohl dieser Umstand, der Neymar von den absoluten Größen unterscheidet: "Er sucht nach dem kleinsten Foul." Allerdings glänzt er eben auch mit Leistung und ließ Zambrano am Ende des Tages ziemlich alt aussehen. Selbst der VAR nahm die zwei gegebenen Elfmeter nicht zurück.


Der Peruaner setzte dem Spiel in der Schlussphase die Krone auf, als er nach einem heftigen Ellenbogenschlag mit Rot vom Platz verwiesen wurde. Freunde werden Zambrano und Neymar also nicht mehr. Beide hoffen beim nächsten Aufeinandertreffen aber wohl auf eine sportlichere Auseinandersetzung.