Seit dem Ende der abgelaufenen Saison gehört Marius Wolf wieder dem Kader von Borussia Dortmund an, eine allzu große Rolle spielt der 25-Jährige aber nicht. Während sich Michael Zorc auf der Pressekonferenz vor dem Bundesligaspiel gegen den FC Augsburg zurückhaltend über die Zukunft des Außenbahnspielers geäußert hat, soll Hertha BSC laut einer Meldung des kicker endgültig von ihm abgerückt sein.


Nach einer herausragenden Saison 2017/18 bei Eintracht Frankfurt verpflichtete Borussia Dortmund Marius Wolf für gerade einmal fünf Millionen Euro. Ausgezahlt hat sich der Transfer, der dank einer Ausstiegsklausel möglich war, allerdings nicht. Nach nur 22 Pflichtspielen in seiner Premierensaison beim BVB sortierte Lucien Favre den rechten Außenbahnspieler aus, woraufhin sich mit Hertha BSC ein temporärer Abnehmer fand. Die Alte Dame lieh Wolf für die Spielzeit 2019/20 aus und soll sogar eine Kaufoption erhalten haben, Medienberichten zufolge lag diese jedoch bei 20 Millionen Euro.


Der große Durchbruch blieb in der Hauptstadt aus, dennoch wollte Geschäftsführer Michael Preetz mit den Dortmunder Verantwortlichen über eine geringere Ablösesumme verhandeln. Das kündigte der 53-Jährige im April an. Fünf Monate später steht Wolf aber noch immer auf dem Trainingsplatz des BVB - und die Hertha scheint Abstand von einer Verpflichtung genommen zu haben.

Laut dem kicker ist der 25-Jährige keine Option mehr für die Alte Dame, die auf der Rechtsverteidiger-Position ohnehin längst eine Alternative gefunden hat. Deyovaisio Zeefuik wurde nach langem Hin und Her für vier Millionen Euro vom FC Groningen verpflichtet, zudem hat Routinier Peter Pekarik nicht zuletzt beim 4:1-Sieg über Werder Bremen am vergangenen Wochenende seine Klasse unter Beweis gestellt. Für Wolf, der auf der rechten Seite alle Positionen bekleiden und seine Qualitäten als Wingback in einer Dreierkette am ehesten ausspielen kann, scheint daher kein Platz mehr.


Zorc bleibt gelassen: "Die Transferperiode läuft ja noch"


Wo seine Zukunft liegt, dürfte bis zum Transferschluss (5. Oktober) beantwortet werden. Trotz der mageren Aussicht auf einen Abnehmer bewahrt Michael Zorc die Ruhe: "Er ist Teil unseres Kaders. An den üblichen Spekulationen möchte ich mich nicht beteiligen. Die Transferperiode läuft ja noch", so der Sportdirektor des BVB auf der Pressekonferenz am Donnerstag.