Wird der Hamburger SV seinen Dauergast auf der Auswechselbank, Bobby Wood, nun doch noch los? Im Zuge der Gerüchte um einen Wechsel von KSC-Stürmer Philipp Hofmann nach Hamburg machen Medienmeldungen die Runde, nach denen der US-Amerikaner im Gegenzug nach Karlsruhe gehen könnte.


Fix ist - Stand heute - noch gar nichts. Weder die Verpflichtung Hofmanns durch den HSV (denn der KSC verlangt wohl mindestens zwei Millionen Euro), noch der Abgang Woods. Den brachte jetzt die Online-Zeitung ka-news.de aufs Tableau und sprach in diesem Zusammenhang von einem Leihgeschäft. Allerdings ging dieses Medium nicht auf die administrative Hürde ein, der zufolge ein Spieler in seinem letzten Vertragsjahr nicht ausgeliehen werden kann. Woods hochdotierter Kontrakt in Hamburg endet im Sommer 2021.


Leihe von Wood per DFL-Statuten eigentlich nicht möglich


"Ein Spieler kann an einen anderen Club auch nur über einen gewissen Zeitraum abgegeben werden. Über diese Ausleihe ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen dem Spieler und den betroffenen Clubs zu treffen. Die Ausleihe muss sich mindestens auf die Zeit zwischen zwei Wechselperioden beziehen. Voraussetzung ist weiterhin, dass nach Ablauf der Ausleihe eine weitergehende vertragliche Bindung zwischen dem Spieler und dem Club, zu dem er zurückkehrt, besteht." So heißt es bei der DFL zu dieser Problematik.


Denkbar wären natürlich andere Szenarien: nämlich dass eine Leihe mit anschließend greifender Kauf-Pflicht vereinbart wird. Oder der HSV löst den Vertrag mit Wood in den kommenden Tagen auf, bezahlt ihm das ausstehende Gehalt und der KSC nimmt ihn als Vertragslosen auf. Wood müsste sich beim KSC aber natürlich mit einem weitaus geringeren Jahressalär abfinden. Doch abgesehen von den rein rechtlichen und/oder finanziellen Möglichkeiten, stellt sich schon die Frage: warum sollten die Badener sich darauf einlassen? Übermäßig viel Eigenwerbung hat Wood in den letzten drei Jahren nicht für sich betreiben können.


Das Prinzip Hoffnung


Wobei diese Problematik bei vielen Transfers greift. Denn: häufig ist es so, dass ein Klub in einem Spieler nichts mehr sieht, und ein anderer, der es tut. Bobby Wood ist mit 27 Jahren sicherlich noch nicht zum alten Eisen zu zählen. Und hat ja auch während seiner Zeit bei Union Berlin seine Fähigkeiten durchaus unter Beweis gestellt. Das Kalkül, dieses seit längerem brachliegende Potential wieder zum Leben zu erwecken, könnte bei den KSC-Verantwortlichen, allen voran Sportdirektor Oliver Kreuzer, eine Rolle spielen.


Und auch für den Spieler könnte ein Tapetenwechsel den Ausweg aus seiner momentanen Sackgasse bedeuten. Denn beim HSV wird Wood, da braucht man kein Hellseher zu sein, kaum noch Chancen auf regelmäßige Einsätze kriegen. In der Stürmerhierarchie ist er am Ende der Nahrungskette angekommen. Und sollte Hofmann noch kommen, wird die Lage für ihn nicht unbedingt besser.


Update: Dem genannten Online-Portal ka-news.de zufolge soll der Hofmann-Deal bereits beschlossene Sache sein. Der KSC erhält demnach eine Ablösesumme zwischen 1,2 und 2,2 Millionen Euro. Der Vertrag zwischen Hofmann und dem HSV soll noch heute unterschrieben werden.