Der FC Barcelona befindet sich im Werben um den bosnischen Mittelfeldspieler Miralem Pjanic von Juventus Turin auf der Zielgeraden. Spieler und Verein sollen sich laut der Mundo Deportivo weites gehend einig sein. Einzig und allein der Tauschpartner fehle noch - nun soll Ousmane Dembélé möglicherweise das fehlende Puzzleteil sein.


Der Wechsel von Miralem Pjanic zum FC Barcelona ist laut übereinstimmenden Medienberichten so gut wie beschlossen. Der Spieler und die beteiligten Vereine sollen sich grob über die Formalitäten des Transfers einig sein.


Was weiterhin fehlt ist der Spieler, der im Tausch von Barcelona zu Juventus wechseln soll.
Nach dem Wegfall einiger Kandidaten soll Ousmane Dembélé nun in den Fokus gerückt sein.


Zwischen Genie und Wahnsinn


Schon während seiner Zeit in Dortmund fiel Dembélé nicht nur positiv auf. Der 23-jährige Franzose gilt als eher schwieriger Charakter und ist immer wieder für Eskapaden gut. Auch die Verletzungsanfälligkeit des Flügelstürmers könnte die Verhandlungen ins Stocken bringen, denn in den letzten eineinhalb Jahren war Dembélé selten fit.


Der mit einer Ablöse von 125 Millionen Euro fünftteuerste Transfer der Geschichte laboriert immer wieder an einer hartnäckigen Oberschenkelverletzung, die ihm die Chance auf einen Stammplatz bei den Katalanen zunichte macht.


Ein Außnahmetalent mit eigenem Kopf - Ousmane Dembélé

Das Talent des jungen Franzosen ist allerdings zweifelsfrei außergewöhnlich. Dembélé ist ein enorm spielstarker Akteur, der mit unglaublicher Schnelligkeit, Torgefahr und einzigartiger Technik ausgestattet ist. Der Weltmeister von 2018 wandelt regelmäßig zwischen Genie und Wahnsinn, denn einem starken Auftritt auf dem Rasen folgt zumeist der nächste Skandal.


Ein Tausch ohne Risiko?


Dem italienischen Meister sei schon der Brasilianer Arthur angeboten worden, der die Lücke im Kader von Turin füllen könnte. Der junge Mittelfeldspieler hinterlegte laut transfermarkt.de allerdings den Wunsch in Spanien bleiben zu wollen.


Neben Dembélé könnte jedoch Rechtsverteidiger Nelson Semedo für einen Tausch interessant werden, an dem die Alte Dame schon längere Zeit interessiert sei und ein Transfer in der jüngsten Vergangenheit immer konkreter wurde.


Mann der Begierde - Miralem Pjanic

Ousmane Dembélé ist definitiv eine Wundertüte, weshalb Juventus einem Tausch wohl nur unter bestimmten Bedingungen zustimmen würde. Eine Leihe mit Kaufoption steht im Raum. Damit hätte Juve die Möglichkeit, den Rechtsaußen ohne großes Risiko zu testen. Wenn der Franzose überzeugt, könnte der italienische Meister die Ablöse ein Jahr vor Vertragsende im Jahr 2022 sogar drücken.


Stimmt Barca zu?


Unklar bleibt, ob sich der FC Barcelona auf diesen von der Mundo Deportivo ins Gespräch gebrachten Tausch einlassen würde. Zwar galt Dembélé aufgrund seiner mangelnden Disziplin und der Verletzungsanfälligkeit immer wieder als Streichkandidat bei den Katalanen, Trainer Quique Sétien soll jedoch weiterhin große Hoffnungen in den jungen Franzosen haben.


Zudem müsste definitiv ein Spieler fest zu Juventus wechseln, damit ein Tauschgeschäft zustande käme und sich Pjanic permanent dem FC Barcelona anschließen könnte.