Nicht nur beim FC Bayern ist Leroy Sané begehrt: Weil sein Vertrag mit Sportartikelhersteller Nike endet, buhlen laut Sport Bild mehrere Konkurrenten um einen Werbedeal mit dem Flügelspieler von Manchester City.


Dass nicht nur Klubs, sondern auch Spieler Sponsorenverträge mit Sportartikelherstellern abschließen, ist seit vielen Jahren gängige Praxis. Die Profis dienen für viel Geld als Werbefiguren, in der Hoffnung, dass die Umsätze durch höhere Absatzzahlen steigen.

Der FC Bayern wird seit vielen Jahren von Adidas ausgerüstet. Der Sportartikelhersteller mit Sitz in Herzogenaurach zählt gemeinsam mit der Deutschen Telekom, Allianz und Audi zu den Hauptpartnern und Anteilseignern. Mit jeweils 8,33 Prozent sind die Unternehmen an der Aktiengesellschaft des Vereins beteiligt.

Diese besondere Verbundenheit sorgte in der Vergangenheit für Ärger: Als Mario Götze im Sommer 2013 an der Säbener Straße vorgestellt wurde, trat der damalige Neuzugang von Borussia Dortmund im Shirt seines Privatausrüsters Nike in Erscheinung - ein No-Go für Adidas, weshalb Götze mit einer Geldstrafe belegt wurde. Ähnlich erging es Jan Kirchhoff, der ebenfalls im Nike-Shirt präsentiert wurde, und auch Mario Gomez wurde einst wegen einer Kappe des Konkurrenten mit einer Geldstrafe belegt.


Wettbieten um Sané


Auch Leroy Sané steht bei Nike unter Vertrag, nach Informationen der Sport Bild wird die Zusammenarbeit Ende Juli enden. Der Poker um einen neuen Werbedeal habe längst begonnen, allen voran Adidas und Puma seien an einer Kooperation interessiert.


Nike, Adidas oder Puma - für welchen Ausrüster entscheidet sich Leroy Sané?

Was für den Ausrüster der Bayern spricht: Herbert Hainer, seit November Klubpräsident des deutschen Rekordmeisters, war von 2001 bis 2016 Adidas-Chef. Der 65-Jährige, so Sport Bild, würde es begrüßen, wenn sich Sané dem Klubausrüster anschließt.

Zudem erhoffe sich Adidas, mit Sané die internationale Reichweite auszubauen. Auch der FC Bayern hoffe darauf, dass das Trikot des deutschen Nationalspielers zum Verkaufsschlager wird; wohl auch deshalb soll ihm die Rückennummer 10 zugesichert worden sein.


Puma locke derweil mit einer langen Historie: Schon Pele, Diego Maradona und Lothar Matthäus standen mit Puma-Schuhen auf dem Platz, Sané solle das nächste Aushängeschild werden.

Allerdings hat sich US-Konzern Nike angeblich ein Matching Right gesichert. Diese Klausel besagt, dass Nike alle Angebote für Sané einsehen darf. Bietet der Konzern die gleiche Summe, erhält er automatisch den Zuschlag. Für welchen Ausrüster sich der Spieler entscheiden wird, darf daher mit Spannung verfolgt werden.