Nachdem der FC Bayern in der letzten Sommerpause an den Verpflichtungen von Timo Werner und Leroy Sané interessiert war, könnte in diesem Sommer einer von beiden nach München wechseln: Während ein Transfer von Sané offenbar immer näher rückt, scheint Werner aber lieber ins Ausland wechseln zu wollen.


Im vergangenen Sommer, also noch vor seiner am Ende überraschenden Vertragsverlängerung, war Timo Werner für 25 Millionen Euro zu haben. Angesichts seines Talents und seines Alters ein Schnäppchen auf dem heutigen Spieler-Markt, doch schlussendlich stellte der FC Bayern Leroy Sané in den klaren Fokus. Werner verlor man aus den Augen, sodass sich ein Wechsel des 24-Jährigen zerschlug.


Werner sucht die Herausforderung außerhalb der Bundesliga - Weg frei für Verhandlungen um Sané


Aus den 25 Millionen Euro sind nun 60 Millionen Euro geworden. Diese deutlich erhöhte Summe hätten die Münchener nun für den Transfer zahlen müssen. Trainer Hansi Flick galt lange als ein Befürworter des schnellen Stürmers - im Gegensatz zu Sportdirektor Hasan Salihamidzic, nach dessen Meinung Werner nicht zum Spielstil des Rekordmeisters passe.


Nun hat sich das Thema offenbar erledigt: Laut Bild-Informationen ist ein Wechsel für Werner zum FC Bayern vom Tisch. Ohnehin wolle er nicht innerhalb der Bundesliga wechseln, sondern eher eine neue Herausforderung im Ausland suchen. Dort gilt der FC Liverpool mit Jürgen Klopp als größter Interessent. Der Coach soll sich alsbald mit Werner treffen wollen, sobald die derzeitige Virus-Lage das ermöglicht, hieß es in den letzten Wochen.


Auch wenn Werner in der ersten Saison bei den Reds nicht unbedingt die erste Geige spielen würde, sondern vermutlich zunächst hinter dem Trio um Sadio Mané, Mohamed Salah und Roberto Firmino Platz nehmen müsste, dürfte Klopp ihm einen passenden Plan präsentieren. Von außen betrachtet passt der Nationalspieler auch besser zur Spielidee Liverpools als zu der der Bayern.


Den umgekehrten Weg, also aus der Premier League in die Bundesliga, könnte hingegen Leroy Sané gehen. Nach einem gefühlt ewigen Hin und Her, mit immer neuen Entwicklungen, neuen Beratern und neuen Zielen des gebürtigen Esseners, könnte im kommenden Sommer endlich Vollzug gemeldet werden. Am Mittwoch berichtete die Sportbild von einem halbstündigen Telefonat zwischen Hansi Flick und Sané, in dem man die jeweiligen Ansichten, Vorstellungen und Pläne ausgetauscht haben dürfte.


Für die Bayern werden Timo Werner und Leroy Sané wohl nicht zusammen jubeln



Nun könnte der Weg für die Verhandlungen zwischen Bayern München und Manchester City frei sein. Während die Skyblues eine Ablösesumme um die 85 Millionen Euro fordern, würde der FCB eine Zahlung von ca. 70 Millionen Euro bevorzugen. Da der Flügelspieler im Sommer nur noch ein übriges Jahr in seinem Vertrag hat, und die Bayern vermutlich darauf zählen können, dass Sané nach München wechseln will, werden sie versuchen, den Preis möglichst zu drücken.


Dass auch Flick nun für den Sané-Transfer einstehen könnte, wäre ein wichtiger Schritt zum Abschluss des Dauer-Themas. Zuvor galt seine Sicht als kritisch, was die Verpflichtung des 24-Jährigen angeht. Werner wäre wohl das favorisierte Ziel gewesen, doch etwaige interne Differenzen scheinen nun beigelegt zu sein. Daran habe auch Vorstandsmitglied Oliver Kahn gearbeitet, hieß es.