Im Winter erhoffte sich Werder Bremen mit der Ankunft von Davie Selke viel Power für den Abstiegskampf. Die Erwartungen wurden allerdings schnell gedämpft. Vor der kommenden Saison ist er ein riesiges Problem für die Grün-Weißen.


Im Winter kehrte Davie Selke nach mehr als fünf Jahren an die Weser zurück. Seinen einstigen Ausbildungsklub sollte er vor dem Abstieg bewahren. Stattdessen erwarteten den 25-Jährigen Frust und Rückschläge, die ihm zum Ende der Saison die Reservisten-Rolle einbrachten.


Sein einst hoher Marktwert von 20 Millionen Euro fiel vor allem leistungsbasiert drastisch ab. Nicht eine Torbeteiligung konnte der Angreifer in der Liga für Werder nachweisen. Dennoch wird er für die finanziell angeschlagenen Bremer richtig teuer. Im Falle eines weiteren Klassenerhalts sind mindestens zwölf Millionen Euro fällig.


Selke in der neuen Saison ohne Perspektive?


Die gesamte Situation um Selke dürften den Verantwortlichen viele Sorgen bereiten. Dennoch sucht unter anderem der Aufsichtsratschef nach den positiven Aspekten. "Ich lese immer nur, dass wir die Spieler kaufen müssen. Dabei sind wir froh, sie zu haben", so Marko Bode im kicker.


Kohfeldt stärkt seinem schwach gestarteten Schützling weiter den Rücken

Florian Kohfeldt ließ folgen, dass sich an der Einschätzung der Spielers nichts geändert habe, "auch wenn sie ihr Potential zuletzt nicht so oft abgerufen haben." Mit Ömer Toprak und Leonardo Bittencourt fallen zwei weitere teure Verpflichtungen ins Gewicht. Doch vor allem Selke steht weiter unter keinem guten Stern.


Hinter einem wiedergenesenen Niclas Füllkrug ist er keine erste Wahl. Auch stehen Josh Sargent oder Johan Mina als Alternativen in den Startlöchern. Dass es dem 25-Jährigen immer deutlicher an der Spritzigkeit und den spielerischen Grundelementen fällt, macht nicht allzu viel Hoffnung. Sollte Selke eigenhändig aus dieser Lage herauskommen können, wäre es schon eine faustdicke Überraschung - die dennoch teuer endet.