Für den SV Werder geht es in dieser Saison noch um alles. Dennoch wird der Blick über den Sommer hinaus nicht gescheut. Beim 18-jährigen Sturmtalent Johan Mina denken die Norddeutschen offenbar konkret über einen Transfer nach.


Der Sturm zählt zu den größten Problemen bei Werder Bremen. In dieser Saison herrschte zu oft Ladehemmung; ein aktiver Spielmacher fehlte genauso wie ein eiskalter Torjäger. Trotz den begrenzten Mitteln will der SVW zumindest Letzteres vergessen machen.


Die Kaderplaner scheinen den gerade erst 18-jährigen Johan Mina genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Youngster spielt noch immer in seiner Heimat Ecuador, doch ein Wechsel nach Europa ist nur eine Frage der Zeit. Auf Instagram deutete der Angreifer bereits an, dass es ihn genau zu Werder Bremen verschlagen könnte. Nur wenige Stunden nach Veröffentlichung löschte er die vermeintliche Bekanntgabe wieder.


Baumann bleibt zurückhaltend


Laut dem Weserkurier ist der mehrfache Nachwuchsnationalspieler weiterhin ein konkretes Thema in Bremen. Sportchef Frank Baumann wollte sich nicht zu den Gerüchten äußern. "Ich gehe nicht davon aus, dass wir zeitnah einen Transfer bekannt geben“, so Baumann endgültig. Gerade in Coronazeiten machen solche Aussagen einen Transfer aber kaum unmöglich.


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18 vueltas ?

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Trotz seinen jungen Jahren käme Mina wohl sofort für die Profis in Frage. Mit der U17-Auswahl wurde er bei der Südamerikameisterschaft Torschützenkönig. Auch die Leistungen bei der Weltmeisterschaft in der selben Altersklasse, riefen schon die Talentsucher des FC Barcelona und Chelsea auf den Plan. Acht Tore erzielte der Offensivstar in beiden Turnieren insgesamt.


Besonders wertvoll macht ihn auch die enorme Vielseitigkeit. Auf dem linken Flügel fühlt er sich ebenso heimisch, wie vor oder genau im Sturmzentrum. Sein Profil würde zu den Norddeutschen in jedem Fall passen. Vor etwa zwanzig Jahren verpflichtete Werder schon einmal einen blutjungen Südamerikaner, der für Furore sorgen sollte. Bis es bei Mina erste offizielle Gespräche gibt, könnte es aber noch dauern.