Die ersten Wochen von Werder-Neuzugang Tahith Chong sind um. Pokal- und Ligastart stehen vor der Tür. Zeit für Clemens Fritz, ein kleines Zwischenfazit des Leihspielers zu ziehen. Was macht er gut, was kann er verbessern?


Ein Leihgeschäft beruht immer auf Gegenseitigkeit. Der Spieler hilft dem Klub und der Klub hilft dem Spieler. So soll es auch bei United-Leihgabe Tahith Chong aussehen. Werder möchte das große Potenzial des holländischen Flügelflitzers entfachen und dieser soll im Umkehrschluss mit starken Leistungen, Toren und Assists glänzen.


Manchester United erhofft sich durch die Leihe einen noch stärkeren Tahith Chong

Dabei befinde man sich im stetigen Austausch mit Manchester United. "Wir haben ihnen gesagt, wie wir ihn sehen, woran wir mit ihm arbeiten und was wir mit ihm vorhaben", erklärt Clemens Fritz, Bremens Leiter Scouting und Profifußball, im Gespräch mit dem Weserkurier.


Chongs To-do-Liste: Das Timing


Sportlich fehle dem 20-Jährigen noch das passende Timing im Bremer System. Wann greife ich an, wann bleibe ich weg? Fragen, die ein Neuzugang nach wenigen Wochen natürlich noch nicht gänzlich beantworten kann. Aber: "Wir wollen ihn flexibler machen, wollen das Anlaufverhalten verbessern und wollen erreichen, dass er stabiler ist, wenn er den Gegner im Rücken hat", erläutert Fritz die Pläne des Bremer Cheftrainers Florian Kohfeldt.


Hat einen sehr guten ersten Eindruck von Chong: Scouting-Chef Clemens Fritz (39)

Dennoch gefällt Fritz der Spielwitz des Flügelflitzers. In den Testspielen bestach er durch seine Schnelligkeit, Dribbelstärke sowie Torgefahr (drei Tore). Chong liebt es über die rechte Seite mit dem starken linken Fuß nach Innen zu ziehen und in feinster Robben-Manier den Torabschluss zu suchen.


Er fragt viel nach und ist interessiert. Er will sich weiterentwickeln und ruht sich nicht auf seinem Talent aus. Das ist sehr positiv. Fritz über Chong (via Weserkurier)

Werder als Sprungbrett zur Fußball-Elite?


Abseits des Platzes scheint sich der auf Curaçao geborene Offensivmann bereits völlig integriert zu haben. "Er ist sehr offen in der Kommunikation. Man sieht, dass er sich wohl fühlt", sagt Fritz und fügt lobend hinzu: "Er fragt viel nach und ist interessiert. Er will sich weiterentwickeln und ruht sich nicht auf seinem Talent aus. Das ist sehr positiv."


De Bruyne als Vorbild: Chong könnte einen ähnlichen Weg wie der Belgier einschlagen

Mit Wissbegierde und enormen Talent weiß Chong schon jetzt in Bremen zu überzeugen. Setzt er die Werder-Taktik passend um, so kann seine Station in der Hansestadt (wie schon bei Kevin de Bruyne) als Sprungbrett zur absoluten Fußball-Elite genutzt werden.