Die Bundesligisten Werder Bremen und Borussia Dortmund denken scheinbar aktiv über die Beantragung eines Kredits bei der bundeseigenen KFW-Kreditanstalt für Wiederaufbau nach. Der Grund sind finanzielle Folgeschäden der Corona-Krise.


Das berichtet der Spiegel. Demnach sei die Überlegung, einen Kredit aufzunehmen, um finanzielle Engpässe auszugleichen, bei den auch sportlich angeschlagenen Bremern bereits weit fortgeschritten, betonte ein Sprecher der Hanseaten gegenüber dem Spiegel.


Bremen will Kredit nehmen - zieht der BVB nach?


Der Kredit war im Zuge der Corona-Krise und im Rahmen des dazu verabschiedeten Hilfspaket der Bundesregierung Unternehmen angeboten worden, die in Folge der Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Diesen Kredit sollen und wollen die Bremer inklusive Zinsen innerhalb von sechs Jahren zurückzahlen.


Darf er sich bald über finanzielle Hilfe freuen? Hans-Joachim Watzke will einen Kredit aufnehmen

Was bei den Bremern wohl nur noch eine Frage der Zeit zu sein scheint, könnte auch beim BVB aus Dortmund zu intensiverem Nachdenken führen. Demnach habe sich Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des BVB, zwar stets dagegen ausgesprochen, dass die finanziellen Schäden im Fußball-Gewerbe durch den Steuerzahler wieder ausgeglichen werden sollen, ließ sich sogar folgendermaßen zitieren: Er wolle nicht, "dass der Steuerzahler eintritt und die hohen Gehälter von Lizenzspielern subventioniert", habe dennoch wohl bei einem Gremium dafür gestimmt, sich im Bedarfsfall einen Teil des milliardenschweren Hilfspakets zu sichern.


Erneuter Image-Schaden für Watzke?


Fraglich ist jedoch, ob der BVB erstens überhaupt einer der Vereine ist, der auf eine solche angewiesen ist, und zweitens, ob die Dortmunder einen erneuten Imageschaden ihres Geschäftsführers, der sich während der Saisonunterbrechung nicht immer souverän präsentierte und mit einigen Aussagen für negative Presse sorgte, in Kauf nehmen wollen.


Allerdings dürfte ein solcher Kredit in den kommenden Wochen wohl auch bei weiteren Vereinen thematisiert werden. Denn: In der Bundesliga gibt es abgesehen von den großen Drei, bestehend aus Bayern, Dortmund und Leipzig, wohl kaum einen Verein, der unbeschadet oder zumindest nicht nennenswert aus der Krise hervorgegangen ist.