Beim SV Werder Bremen hängt bereits nach dem ersten Spieltag der Haussegen gewaltig schief. Mit einer 1:4-Heimniederlage gegen Hertha BSC starteten die Grün-Weißen am vergangenen Wochenende in die neue Saison. Vor dem Kellerduell am Samstagabend gegen den FC Schalke 04 nahm Cheftrainer Florian Kohfeldt seine Mannschaft in die Pflicht. Verzichten muss der Bremer Übungsleiter weiterhin auf Milot Rashica.


Auf der Spieltagspressekonferenz am Donnerstagnachmittag ging Kohfeldt mit seinen Spielern hart ins Gericht. "Das war schlecht. Ich war sauer", sagte der 37-Jährige mit Blick auf die Leistung seiner Elf am ersten Spieltag. Gegen Hertha BSC habe seine Mannschaft nicht mutig, nicht aggressiv und nicht leidenschaftlich agiert. "Wir haben zu viel hintenrum gespielt, aber genau dieser Sicherheitsgedanke darf nicht sein", führte der Übungsleiter weiter aus. "Wir müssen unseren Fußball spielen! Der Alles-oder-Nichts-Modus, in jedem Zweikampf, in jedem Spiel - der ist für uns unabdingbar."


Trainerdiskussion für Baumann kein Thema


Kohfeldt will offenbar weiterhin an seiner Spielidee festhalten. Führt diese allerdings nicht zeitnah zum Erfolg, könnte die Stimmung an der Weser schnell kippen. Kritik am Übungsleiter wurde bereits nach dem ersten Spieltag wieder lauter. Sportchef Frank Baumann will von einer Trainerdiskussion zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nichts wissen. "Diese Diskussion wird es bei uns nicht geben", betonte der Ex-Werder-Profi, dessen Kredit bei den Fans ebenfalls langsam aber sicher aufgebraucht zu sein scheint.


Keine Option gegen Schalke 04: Milot Rashica

In Sachen Aufstellung wollte sich Kohfeldt nicht in die Karten schauen lassen. Der Cheftrainer deutete lediglich an, dass es personelle Veränderungen geben könnte. "Welche Konsequenzen wir dann gezogen haben, wird man am Samstag sehen", so der Werder-Coach, dem Milot Rashica und Ömer Toprak nicht zur Verfügung stehen werden. Für beide Spieler kommt die Partie noch zu früh, erklärte der 37-Jährige.


Veljkovic vor Rückkehr in die Startelf


In der Viererkette vor Schlussmann Jiri Pavlenka wird es wohl eine Veränderung geben. Milos Veljkovic scheint nach seinem verspäteten Einstieg in die Vorbereitung mittlerweile auch wieder die konditionellen Voraussetzungen für einen Platz in der Startelf mitzubringen. Beginnt der 24-Jährige im Abwehrzentrum neben Kapitän Niklas Moisander, müsste Marco Friedl weichen. Die beiden Außenbahnen sind für Ludwig Augustinsson und Theodor Gebre Selassie reserviert.


Gegen Schalke 04 könnte Kohfeldt sein Mittelfeld etwas defensiver ausrichten und mit Neuzugang Patrick Erras einen klassischen Sechser hinter Maximilian Eggestein und Davy Klaassen aufbieten. Yuya Osako droht nach seiner schwachen Vorstellung am ersten Spieltag die Bank. Für den Japaner könnte Leonardo Bittencourt in die Startelf rücken und die linke offensive Außenbahn übernehmen, für die Tahith Chong ebenfalls ein Kandidat ist. Als Rechtsaußen dürfte erneut Josh Sargent auflaufen. Komplettiert wird die Startelf aller Voraussicht nach durch Davie Selke, der im Duell mit Niclas Füllkrug aktuell die Nase leicht vorne hat.


Die voraussichtliche Werder-Aufstellung gegen Schalke im Überblick: