Die Gerüchteküche in Deutschland kennt aktuell nur einen Namen: Leroy Sané! Nachdem sein Transfer zum FC Bayern im letzten Jahr kurz vor der Ziellinie gescheitert ist, soll es in diesem Sommer endlich klappen. Seine Ankunft hätte natürlich auch Auswirkungen auf Kingsley Coman - der Franzose täte gut daran, München in diesem Fall zu verlassen.


Coman absolviert aktuell bereits seine fünfte Spielzeit im Bayern-Dress. Während dieser Zeit hat der Flügelspieler seine Qualitäten mal mehr und mal weniger konstant angedeutet. Das große Manko des 23-Jährigen (älter ist der tatsächlich noch nicht!) ist aber, dass er es nicht schafft, über einen längeren Zeitraum abzuliefern.


Gewiefte Bayern-Kenner wissen natürlich, dass dieser Umstand auch eng mit der Verletzungshistorie des Spielers verknüpft ist. Seit Coman in München ist, hat er es nicht hinbekommen, mal eine Saison (außer eventuell seine erste beim FC Bayern, wenn man großzügig zählt) ohne größere Verletzungen durchzuhalten. Das ist nicht immer seine Schuld oder die seines verletzungsanfälligen Körpers, denn häufig wird der Franzose einfach derart brutal gefoult, dass sich wohl jeder andere Spieler auch verletzen würde.


Das Ergebnis ist aber leider dasselbe: Coman steht dem FC Bayern zu selten zur Verfügung, als dass er den Schritt zur Weltspitze mal endlich vollziehen kann. Dass mit Leroy Sané nun ausgerechnet der erhoffte Königstransfer des kommenden Sommers auf seiner Position spielt, ist natürlich auch kein Zufall - sondern einfach dieser Tatsache geschuldet.


Für Coman heißt das im Normalfall, dass er sich mit einem Platz auf der Bank zufrieden geben muss. Denn nach dem ganzen Brimborium um den Sané-Wechsel wird sich der Ex-Schalker kaum mit einer Reservistenrolle zufrieden geben. Macht der Franzose das so einfach mit?


So hart es für manchen Bayern-Fan und Coman-Liebhaber auch klingen mag: Die sinnvollste Lösung wäre in diesem Fall, dass sich der FC Bayern und der 23-Jährige im Sommer trennen - und zwar für beide Seiten. Coman darf und wird sich mit seinem Talent und in diesem Alter nicht mit einer Rolle als Back-up zufrieden geben.


Sané wäre bei einem Bayern-Wechsel natürlich fest gesetzt

Und der FC Bayern hätte mit einem Duo Sané/Coman zwar potentiell die bestbesetzte linke Außenbahn der Fußballwelt, doch wäre es unklug, zu dem aus einer langwierigen Verletzung kommenden Sané noch einen verletzungsanfälligen Spieler wie Coman im Kader zu haben. Das kann natürlich gutgehen - die Erfahrung lehrt aber, dass es das in den meisten Fällen nicht tut.


Back-up für Sané: Lieber Perisic als Coman


Stattdessen wäre ein solider Back-up wie Ivan Perisic die deutliche bessere Wahl für den Rekordmeister. An Kritiker, die jetzt sagen: "Der ist doch momentan auch verletzt!" - Stimmt, aber das ist eine Ausnahme. Denn im Normalfall ist der Kroate ein Musterathlet und immer einsatzbereit.


Laut Sky beobachten Real Madrid, der FC Barcelona und Manchester City die Situation um Coman bereits genau - einen (gutbetuchten) Abnehmer dürfte der Rekordmeister also in jedem Fall finden. Und wer weiß: Womöglich nehmen die Münchener bei einem Coman-Verkauf sogar noch mehr ein, als man für Sané ausgegeben hat. Dann wäre sogar noch Kleingeld für einen anderen Transferkracher da!


Insofern ergibt eine Trennung in meinen Augen den meisten Sinn - und ist vielleicht für 'King' der benötigte Tapetenwechsel, um endlich voll durchzustarten.