Nach seinem Wechsel zu Manchester United muss sich Donny van de Beek vorerst hinten anstellen. Der frühere niederländische Nationalspieler Sjaak Swart übte deshalb nach dem 3:2-Sieg der Red Devils bei Brighton & Hove Albion erste Kritik an Trainer Ole Gunnar Solskjaer. Berater Guido Albers entschärfte die Situation gegenüber Sky Sports.


Mit Donny van de Beek hat sich Manchester United noch einmal im Mittelfeld verstärkt. Der 23-jährige Niederländer kam für 39 Millionen Euro von Ajax Amsterdam, wird sich einen Stammplatz auf der Zehn oder Acht jedoch erst erkämpfen müssen. Auf erstgenannter Position ist Bruno Fernandes gesetzt, auf der Doppelsechs Paul Pogba. Neben dem Weltmeister ist noch ein Platz frei, auf diesen erheben jedoch auch Fred, Scott McTominay und Nemanja Matic Ansprüche.

Bei der 1:3-Niederlage gegen Crystal Palace durfte McTominay neben Pogba beginnen, in Brighton war Matic an der Reihe. Van de Beek hingegen blieb nur die Zuschauerrolle, durfte in beiden Premier-League-Spielen erst in der Schlussphase ran. Für Swart ein Unding: "Ein Einwechselspieler - das gefällt mir überhaupt nicht", sagte er nach dem knappen Sieg gegen Brighton bei VoetbalPrimeur.


Aktuell betritt van de Beek das Spielfeld nur sporadisch

Der 82-Jährige ist eine Art Mentor für van de Beek, hat deswegen ein genaues Auge auf seinen Werdegang bei den Red Devils. Zufrieden ist er mit der Reservistenrolle nicht: "Ich könnte das nicht, erst vier Minuten vor Spielende auf den Platz zu kommen", so Swart. "Aber ich muss sagen, er hatte drei gute Aktionen. Er hat sich in diesen paar Minuten gut geschlagen."


Berater beschwichtigt: "Donny ist sehr glücklich"


Noch bevor eine vorzeitige Diskussion um van de Beeks Rolle unter Solskjaer entsteht, sah sich Berater Guido Albers bei Sky Sports dazu gezwungen, Stellung zu beziehen: "Donny ist sehr glücklich bei Manchester United und hat ein tolles Verhältnis zu Ole Gunnar Solskjaer, den Klubverantwortlichen und seinen neuen Mannschaftskollegen", versicherte er. "Seit seinem Wechsel von Ajax, den ich auf seinen Wunsch verhandelt habe, gab es überhaupt keine Probleme."

Swart habe lediglich seine persönliche Meinung zum Ausdruck gebracht und "als Mentor und Ratgeber für Donny" fungiert. "Donny", wiederholte er schließlich, "ist glücklich über jede Minute, die er im United-Trikot spielen darf."