Nachdem Schalke-"Fans" Dortmunds Toptalent Youssoufa Moukoko beim U19-Derby aufs Übelste beleidigten, sprach das Sportgericht des DFB nun eine (geringe) Geldstrafe gegen Königsblau aus. Zudem muss S04 ein Konzept erarbeiten, damit solche Vorfälle in Zukunft schnell unterbunden werden.


Als die U19 des FC Schalke vor knapp zwei Wochen den BVB zum kleinen Revierderby empfing, avancierte Moukoko mit einem Dreierpack beim 3:2-Sieg des BVB zum Matchwinner. Doch im Anschluss an die Partie wurde kaum noch über die herausragende Leistung des 15-Jährigen geschrieben - denn während der Partie wurde der Teenager von Leuten, die mit dem FC Schalke sympathisieren, auf erschreckendste Art und Weise beleidigt. Die Wortwahl wollen wir an dieser Stelle nicht wiederholen.


Königsblau entschuldigte sich umgehend bei Moukoko und dem BVB und versprach, den Vorfall rasch aufzuklären. Die "strafrechtlichen Ermittlungen zur Aufklärung" laufen aktuell, wie S04 mitteilte - man stehe weiterhin "im engen Austausch mit der Polizei Gelsenkirchen".


Unterdessen nahm sich natürlich auch das Sportgericht des DFB des Vorfalls an und verhängte eine Geldstrafe in Höhe von 6.000 Euro gegen die Knappen. Darüber hinaus muss Schalke ein Konzept für die Heimspiele der U19 erstellen, das "effektives und angemessenes Einschreiten bei Beleidigungen aus dem Zuschauerbereich beinhaltet". Zudem müssen bis zur Saison 2022/23 mindestens 20 Ordner bei Heimspielen der Schalker U19 gegen den BVB anwesend sein.


Ein ordentlicher Ansatz, bei dem aber einige Fragen offen bleiben: Warum muss nur Schalke solch ein Konzept erstellen? Warum betrifft es nur die U19? Das Problem sollte - prophylaktisch - deutschlandweit und in allen Altersklassen angegangen werden. Nun sieht es so aus, als sei der Vorfall einzig und allein auf die U19 der Königsblauen zurückzuführen, was dem Verein wiederum nicht gerecht wird. Einmal mehr deutet sich an, dass Rassismus wohl weiterhin ein Problem in deutschen Stadien bleiben wird.