Die Corona-Pandemie bringt europaweit die Vereine an ihre Existenzgrenzen. Einen folgenschweren Schritt, um die finanziellen Einbußen zu kompensieren, wagt nun der spanische Klub FC Valencia. Aufgrund der verpassten Europapokal-Qualifikation bieten die Fledermäuse (fast) alle Spieler zum Verkauf an, um die dringend benötigten Einnahmen zu generieren.


Wie die Marca (via ran) berichtet, stehen bis auf Linksverteidiger Gaya alle Profis des Klubs im Schaufenster. Bereits in den vergangenen Tagen sorgten die Wechsel von Dani Parejo und Francis Coquelin (beide zum FC Villarreal) für Aufsehen. Schon einige Zeit davor wurde der Wechsel des Toptalents Ferran Torres zu Manchester City vermeldet. Knapp 30 Millionen Euro Ablöse werden durch die Transfers erzielt, zudem kann Gehalt eingespart werden.


Doch allen Anschein reichen diese ersten "Erfolge" nicht - der FC Valencia muss weiter verkaufen. Vom Markt ausgeschlossen bleibt nur Gaya. Das Eigengewächs sei fest bei Trainer Javi Garcia eingeplant, heißt es. Dabei steht der 25-Jährige, an dem unter anderem der große FC Barcelona dran gewesen sein soll, bei einem Marktwert von 40 Millionen Euro und würde demnach einiges an Geld einbringen.


Valencia-Boss Murthy gibt sich kämpferisch


Abzuwarten bleibt, welche Folgen der große Ausverkauf für den Verein haben wird. Grundsätzlich darf man den FC Valencia zum erweiterten Kreis der spanischen Topklubs zählen, der in der Vergangenheit oft im Europapokal vertreten war. Doch laut Aussagen von Vereinspräsident Anil Murthy ist sein Klub nun zu diesem Schritt gezwungen. Man müsse sich, so Murthy laut Marca, in der aktuellen Situation verantwortungsbewusst zeigen. Das Ziel sei, aus dem FC Valencia wieder einen stabilen und erfolgreichen Klub zu machen.