Erling Haaland ist ohne Wenn und Aber der vielversprechendste Mittelstürmer Europas. Seine Anlagen sind überragend, seine Torquote phänomenal. Logisch, dass der BVB-Star immer wieder mit einem Wechsel in Verbindung gebracht wird - im kommenden Sommer haben die Dortmunder jedoch die Zügel in der Hand.


Dass Haaland in seinem Vertrag beim BVB eine Ausstiegsklausel besitzen soll, wurde in diversen Medien bereits ausreichend spekuliert. Bei 75 Millionen Euro soll diese liegen - angesichts des Potenzials des Norwegers wäre das auch in Coronazeiten ein Schnäppchen. Gegenüber der Sport Bild erklärte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke auf die Frage, ob sein Stürmer im kommenden Sommer den Abflug mache, aber: "So eine Vereinbarung gibt es nicht."


Was erstmal danach klingt, dass solch eine Ausstiegsklausel überhaupt nicht existiert, muss näher untersucht werden. Denn Watzke, rhetorisch einer der Besten seines Fachs, verriet mit seiner Antwort nur, dass es für Sommer 2021 keine Klausel gebe - laut Sport Bild existiert diese nämlich sehr wohl, allerdings erst ab Sommer 2022.


Watzke weiter zu Haalands Zukunft: "Darum geht es aber auch nicht. Es geht darum, die Spieler von deinem Klub und deinen Plänen zu überzeugen. Wir haben den klaren Wunsch, dass Erling noch länger bei uns bleibt und wollen ihn und seinen Berater davon überzeugen. Da bin ich auch recht zuversichtlich. Ich glaube, dass Erling sich beim BVB sehr wohlfühlt. Er hat im vergangenen Winter definitiv den richtigen Schritt gemacht, indem er zu uns gewechselt ist." Laut dem 61-Jährigen wäre es falsch, wenn Haaland "nach so kurzer Zeit schon den nächsten" gehen würde.


Haaland war FC Bayern zu teuer


Bevor sich der Norweger dem BVB anschloss, soll er laut Sport Bild übrigens auch auf der Liste des FC Bayern gestanden haben. Sein Vater Alf-Inge hat den Münchener Bossen im Dezember 2019 demnach signalisiert, dass man sich einen Wechsel in die bayrische Landeshauptstadt gut vorstellen könne - letztlich scheiterte ein Transfer aber daran, dass Bayern dem Youngster keine Einsatzgarantien geben konnte. Zudem war dem Rekordmeister das Gesamtpaket von rund 60 Millionen Euro (20 Millionen Ablöse plus drei Millionen Beratergebühren sowie ein Jahresgehalt von acht Millionen) für einen Backup deutlich zu teuer. "Wenn du Robert Lewandowski hast, macht es keinen Sinn, Haaland dazuzuholen und ihn erst einmal auf die Warteposition zu schieben", bestätigte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge dem Sportmagazin.