Die Vertragsgespräche zwischen Eintracht Frankfurt und Daichi Kamada sind eine Hängepartie. Sportdirektor Bruno Hübner glaubt dennoch an einen Verbleib des Japaners (Vertrag bis 2021), der in seinen Augen noch nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt ist.


Der Knackpunkt in den Gesprächen ist Kamadas Berater-Duo, wie BILD berichtet. So werde der offensive Mittelfeldspieler in Deutschland von Thomas Kroth vertreten, der ihn auch von einem Verbleib überzeugen wolle, in Japan aber ziehe Roberto Takada die Fäden und prüfe einige Angebote anderer Vereine.

"Kroth wird das schon einrenken", glaubt Hübner. Der Eintracht-Sportdirektor ist optimistisch, dass er Kamada von einem Verbleib überzeugen kann: "Er ist geerdet. Gehört zu den Beratern, die immer auch an die Entwicklung des Spielers denken. Er hat Daichi ja auch hierhergebracht."


Bruno Hübner glaubt, dass Kamada in Frankfurt am besten aufgehoben ist

Kamadas fußballerische Weiterentwicklung war in der abgelaufenen Saison klar zu erkennen, nach seiner Leihe beim belgischen Erstligisten VV St. Truiden gehörte der 24-Jährige zu den Gewinnern der Vorbereitung und absolvierte 48 Pflichtspiele, in denen er an 19 Treffern direkt beteiligt war (10 Tore, 9 Vorlagen). "Es gab dennoch Spiele von ihm, in denen er nicht so überzeugt hat", sagt Hübner, "aber unser Trainer Adi Hütter hat immer an seine Stärke geglaubt und ihn eingesetzt. Daichi hat eine gute Entwicklung gemacht. Es wäre schade, wenn er die jetzt unterbricht."

Was Kamada genau plant, ist unklar. "Er wird sicher Anfragen abwägen. Doch er wird auch noch mal mit dem Trainer reden, wo seine Position genau ist und wie er den nächsten Schritt machen kann", glaubt Hübner. Aus diesem Prozess sei die Eintracht "schon oft als Gewinner hervorgegangen". Nun soll es auch bei Kamada funktionieren.