Am kommenden Mittwoch treffen sich Klub-Vertreter aus der ersten und zweiten Bundesliga, um die Zukunft des deutschen Profifußballs zu besprechen. Allerdings sind bei Weitem nicht alle Vereine aus den beiden Ligen eingeladen - es könnte eine Spaltung drohen.


Es soll um wichtige Zukunftsfragen der 1. Bundesliga und der 2. Bundesliga gehen, wenn sich am Mittwoch - wie die BamS berichtete - 15 Vereine aus den beiden Ligen treffen. Federführend bei diesem Treffen im Frankfurter Airport Center zusammenkommen, sind der FC Bayern, Borussia Dortmund, RB Leipzig, Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen.


Als Gesicht des Treffens fungiert Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge. Der Themenschwerpunkt demnach: Die Nachfolge und Zukunft der DFL-Spitze, wenn Christian Seifert 2022 sein Amt ablegen wird. Damit einhergehend auch die etwaige "Neustrukturierung der Liga-Spitze", so die Bild.


FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge organisiert das Treffen der sogenannten 'Big Player'

Bundesliga-Gipfeltreffen: Kontroverse Themen und nicht eingeladene Vereine


Ein weiterer, dem Rahmen des Treffens entsprechend wichtiger Tagesordnungspunkt ist die Thematik der Verteilung der TV-Gelder - als Ziel soll die Wettbewerbsfähigkeit der Bundesliga-Vereine erhalten bleiben oder gar verbessert werden, die sich (regelmäßig) für den internationalen Wettbewerb qualifizieren.

Dass diese Klubs das Mehr an Medieneinnahmen zugunsten vermeintlich kleinerer oder auch zweitklassiger Vereine abtreten sollen, im Sinne der teilweise geforderten Umverteilung, wird in diesen Kreisen abgelehnt.


Dementsprechend erklärt sich auch die Zusammensetzung des Treffens: Aus der ersten Liga fehlen Mainz 05 und der FC Augsburg, sowie Arminia Bielefeld und der VfB Stuttgart. Aus der zweiten Liga ist nur der Hamburger SV dabei und das auch nur, weil sich Rummenigge explizit dafür ausgesprochen haben soll - alle anderen bleiben außen vor.


HSV-Präsident Marcell Jansen wird der einzige Vertreter aus der 2. Liga sein

Warum die vier Vereine aus dem Oberhaus fehlen, ist leicht zu erklären. Sie haben sich hinter einem gewissen Positionspapier versammelt, in dem sie eine eben solche Umverteilung der Gelder fordern.

Diese soll vor allem den Klubs helfen, die wiederum nicht in Champions League und Europa League vertreten sind. Ärger soll es innerhalb dieser Außenseiter-Gruppe ebenfalls geben, weil sich Werder Bremen und Union Berlin - trotz voriger Erklärung - nun auch zu den 15 eingeladenen Klubs zählen (dürfen). Auch sie traten zuvor für die Umverteilung ein.


Wenn am Mittwoch die Zukunft der DFL-Spitze und die Wettbewerbsfähigkeit der erfolgreichsten deutschen Mannschaften als Themen diskutiert werden, ist dementsprechend etwa die Hälfte der Vereine aus den obersten beiden Klassen nicht anwesend.

Somit könnte eine Spaltung zwischen den Vertretern oder zumindest der Ansichten zwischen den verschiedenen Klubs drohen, auch wenn es sozusagen nur um spezifische Themen geht - wobei die Debatte um die TV-Gelder in den letzten Monaten deutlich aktiver, öffentlicher und größer diskutiert wird, als es über die letzten Jahre üblich war.