Er soll lernen und sich weiterentwickeln, sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic über Marc Roca. Spielen darf der Mittelfeld-Neuzugang des FC Bayern aber noch nicht. Laut Hansi Flick benötigt der Spanier Zeit, um sich an die Spielweise seiner neuen Mannschaft anzupassen.


Genau wie Tiago Dantas ist auch Marc Roca eine Investition in die Zukunft. Mittel- bis langfristig soll der Spanier das spielerische Element im Mittelfeld des FC Bayern verstärken und gemeinsam mit Joshua Kimmich den Verlust von Thiago kompensieren.



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Thiago war bis zu seinem Wechsel zum FC Liverpool der Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel der Bayern, auch im Spiel gegen den Ball überzeugte er mit Engagement und Herzblut. Kimmich tritt immer mehr aus seinem Schatten heraus, Roca soll indes Elemente in das Münchner Spiel bringen, die nach dem Karriereende seines Idols Xabi Alonso verloren gegangen waren.

Anders als Alonso benötigt Roca jedoch Zeit, um sich in München zu akklimatisieren. Der frühere Welt- und Europameister wurde nur einen Tag nach seiner Unterschrift in die Startformation des FC Bayern beordert und wirkte bei seinem Debüt gegen den FC Schalke 04 wie ein langjähriger Stammspieler. Roca hingegen verbringt aktuell viel Zeit auf der Bank.


Flick gibt Roca Zeit: "Du musst auch die Dinge trainieren"


Nun war Alonso zum Zeitpunkt seines Wechsels bereits 32 Jahre alt und kam dementsprechend mit viel Erfahrung nach München. Roca steht mit 23 Jahren noch am Anfang seiner Karriere und ist mit seinem Abschied von Espanyol Barcelona aus seiner Komfortzone herausgetreten. Im Pokalspiel gegen den 1. FC Düren (3:0) durfte er sich erstmals präsentieren, für die Bundesliga oder die Champions League reicht es aber noch nicht: "Man braucht ein bisschen Zeit, um die Abläufe zu kennen", sagt Hansi Flick dem kicker über seinen neuen Schützling.


Erhält die nötige Zeit, um sich an das Spiel des FC Bayern zu gewöhnen: Marc Roca

"Er arbeitet, ist sehr fleißig, hat eine sehr gute professionelle Einstellung, das ist sehr positiv", lobt Flick. Doch Roca muss sich in Geduld üben: "Die Situation, ihn einzubauen, hat sich einfach noch nicht ergeben. Wir hatten noch nicht allzu viele Trainingseinheiten mit dem kompletten Kader. Du musst auch die Dinge trainieren."

In der Offensive hätten es die Neuzugänge Leroy Sané, Douglas Costa und Eric Maxim Choupo-Moting einfacher, "da brauchst du die individuelle Qualität", so Flick. In einer elementaren Position wie dem zentralen Mittelfeld muss man das Spiel aber erst lesen können, um seine Rolle zu verwirklichen.