Wie bereits im Winter war der FC Bayern auch in der mittlerweile geschlossenen Sommer-Transferphase an Callum Hudson-Odoi vom FC Chelsea interessiert. Erneut scheiterte der Deal, dieses Mal vor allem an den knallharten Verhandlungen seitens Blues-Sportdirektorin Marina Granovskaia.


Hansi Flick hätte Callum Hudson-Odoi gerne beim FC Bayern gesehen. Wie bereits im Winter war der Klub auch über die letzten Wochen an ihm interessiert, wie der Coach auch offenkundig kommentierte (via Bild): "Er ist eines der größten Talente auf dieser Position. Deshalb ist es ganz legitim, dass wir uns als FC Bayern mit ihm beschäftigen." Der 19-Jährige hätte für mehr Flexibilität auf den Flügeln sorgen können und sollen.


Allerdings kam erneut kein Geschäft zustande, Hudson-Odoi bleibt beim FC Chelsea, worüber sich wiederum Trainer Frank Lampard freuen wird. Dass schlussendlich Douglas Costa als Flügel-Alternative geholt wurde und nicht der junge Brite, hat offenbar ganz bestimmte Gründe. Laut Sport Bild lag es primär an der Ausgestaltung des anvisierten Leih-Vertrags, zu dessen Konditionen sich die Bayern mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic nicht haben durchringen können.


FCB-Sportvorstand Hasan Salihamidzic wollte Callum Hudson-Odoi erneut verpflichten

Leih-Klausen für CHO für Bayern nicht akzeptabel - Chelsea blieb standhaft


Demnach seien es beispielsweise verschiedene Klauseln gewesen, die von Chelsea verlangt wurden, die von den Münchenern aber nicht akzepteiert werden konnten. So wäre es u.a. vorgesehen gewesen, dass es Strafzahlungen an die Blues gibt, sollte Hudson-Odoi nicht eine gewisse Mindestanzahl an Einsätzen bekommen. Natürlich wäre der Klub aus der Premier League im Fall einer Leihe daran interessiert gewesen, dass ihr Spieler auch genug Spielpraxis erhält, um sich weiterentwickeln zu können.


Eine solche Abmachung konnte der FCB allerdings nicht akzeptieren, ebenso wenig wie eine Kaufpflicht (!) in Höhe von 77 Millionen Euro. Diese wäre ebenfalls von den Einsätzen abhängig gewesen und nach einer gewissen Anzahl aktiviert und somit verpflichtend geworden - eine Summe, auf die sich kein Verein gerne festschreiben lässt, schon gar nicht inmitten der Coronakrise und den damit einhergehenden Auswirkungen.


Callum Hudson-Odoi bleibt weiterhin beim FC Chelsea

Salihamidzic habe immer wieder versucht, die Details auszuverhandeln, sei jedoch auf taube Ohren gestoßen. Marina Granovskaia, Sportdirektorin und Vorstandsmitglied bei Chelsea, gilt bei derartigen Verhandlungen als hartes Eisen. Laut Sport Bild sei sie keinesfalls bereit gewesen, von den Konditionen abzurücken, sodass der Bayern-Seite nichts anderes übrig blieb, als die Gespräche zu beenden und damit erneut einen Haken an das CHO-Thema zu setzen.


Allzu groß wird das Interesse seitens des Youngsters, unbedingt zum deutschen Rekordmeister wechseln zu wollen, dementsprechend auch nicht gewesen sein. Ansonsten wäre wohl davon auszugehen, dass sich die Rahmenbedingungen noch ein wenig verändert hätten. So bleibt er weiterhin beim Verein aus London, wo er mit Spielern wie Timo Werner, Kai Havertz, Tammy Abraham oder Mason Mount zur jungen Generation an großen Offensiv-Talenten gehört.