Seit kurzem spielt Amin Younes für Eintracht Frankfurt und möchte nach einer komplizierten Zeit beim SSC Neapel mit wenig Einsatzzeit wieder zu alter Stärke finden. Dass Frankfurt dazu eine gute Adresse ist, zeigten schon einige Spieler vor ihm: Talente, die erst am Main richtig aufgeblüht sind oder auch gestandene Spieler, die nach einer schweren Zeit bei der SGE richtig durchgestartet sind.


1. Ante Rebic

Als großes Talent wechselte Ante Rebic mit 19 Jahren im August 2013 von RNK Split nach Italien zum AC Florenz. Dort konnte er sich aber überhaupt nicht durchsetzen, es folgten erfolglose Leihen zu RB Leipzig in die 2. Bundesliga und zu Hellas Verona. Erst Leihe Nummer drei zu Eintracht Frankfurt 2016 brachte den Durchbruch: Rebic schoss in 100 Spielen 25 Tore und bereitete zwölf vor. Zudem war er Teil der berüchtigten Büffelherde und natürlich einer der Pokalhelden von 2018. Mittlerweile kickt er für Milan, wo er nach Startschwierigkeiten ebenfalls angekommen ist. Ein anderer Stürmer nahm den umgekehrten Weg, um wieder seine Bestform zu erreichen.


2. Andre Silva

Ganz so schwierig wie bei Ante Rebic liefen Andre Silvas Jahre vor Frankfurt nicht, doch beim AC Milan, wo er 2017 hin gewechselt war, wurde er nicht glücklich. Die Leihe zum FC Sevilla 2018/19, während der er immerhin elf Tore schoss, half dabei auch nicht. Der Wechsel zur SGE tat Silva dann aber gut: 18 Scorerpunkte gelangen ihm schon im ersten Jahr, in dieser Saison bildet er mit Bas Dost eines der potentiell besten Sturmduos der Liga.


3. Luka Jovic

Auch Luka Jovics erster Ausflug aus der serbischen Heimat in ein anderes Land verlief nicht so wie erhofft: Für die erste Mannschaft Benficas kam er zwischen 2015 und 2017 auf gerade einmal vier Einsätze. Die Frankfurter erkannten aber das Talent des jungen Stürmers, liehen ihn zwei Jahre aus - und Jovic explodierte. 36 Tore schoss er in 75 Einsätzen, vor allem in seinem zweiten Jahr war er kaum zu stoppen. Kein Wunder, dass Real Madrid zugriff. Jetzt könnte Jovic allerdings wohl noch einen zweiten Neustart am Main gut gebrauchen.


4. Sebastian Rode

2011 vom großen Rivalen aus Offenbach gekommen, entwickelte sich Rode mit der Zeit zum Stammspieler bei Eintracht Frankfurt. Drei Jahre später wagte er dann den Schritt zum FC Bayern München und wenig später zu Borussia Dortmund. In dieser Zeit erlitt Rodes Karriere einen kleinen Knick und er spielte kaum noch, die Saison 2017/18 verpasste er beinahe komplett verletzt. Durch die Rückkehr nach Frankfurt im Januar 2019 fand der Mittelfeldspieler aber wieder zu alter Stärke zurück und ist aktuell kaum aus der Startelf wegzudenken.


5. Filip Kostic

Das Talent von Filip Kostic war auch in seinen ersten vier Jahren Bundesliga beim VfB Stuttgart und dem Hamburger SV durchaus zu erkennen, aber eben zu selten und zu inkonstant. Dazu beigetragen haben sicher auch die Umstände, schließlich stieg er mit beiden Vereinen ab. Der Wechsel nach Frankfurt in eine gefestigte Mannschaft mit ruhigerem Umfeld 2018 war deshalb die beste Entscheidung, die Kostic hätte treffen können: Bei der SGE machte der Serbe als linker Flügel im 3-5-2 spielerisch nochmal riesige Fortschritte und ist mittlerweile in ganz Europa bei großen Klubs begehrt.


6. Marius Wolf

Im Januar 2016 wechselte Marius Wolf vom zweitligisten 1860 München zu Hannover 96 in die Bundesliga - doch dort lief es überhaupt nicht. In einem Jahr machte er lediglich zwei Profi-Spiele, bevor er Anfang 2017 nach Frankfurt flüchtete. Hier brauchte er ein halbes Jahr, doch in der Saison 17/18 war Wolf dann plötzlich Stammspieler und mit 14 Scorerpunkten ein echter Leistungsträger. Wäre er doch vielleicht noch geblieben, anstatt dann direkt zum BVB weiterzuziehen...