Eigentlich sind die Karten auf dem Tisch: Barcelonas neuer Trainer Ronald Koeman hat Stürmer-Star Luis Suárez bereits vor ein paar Wochen mitgeteilt, für das neue sportliche Projekt nicht mehr auf ihn zu bauen. Diese Unterredung fand allerdings vor dem Sommer-Drama um Lionel Messi statt. Mit dessen nun feststehenden Verbleib könnte sich auch noch mal Suárez' Situation bei den Blaugrana ändern.


Denn offenbar findet sich nicht so leicht ein Klub, der den Uruguayer bezahlen könnte - und zu dem es auch den Südamerikaner ziehen würde. Der Vertrag des Charrúa läuft, genau wie der von Messi, im kommenden Jahr aus. Suárez hat bereits mehrfach angedeutet, nicht aus Barcelona weg zu wollen. Und notfalls den Vertrag bis zum kommenden Sommer auszusitzen.


Messi der entscheidende Faktor für einen Suárez-Verbleib


Was wiederum nicht im Interesse des Klubs sein kann. Doch wie sehr sich Suárez immer noch mehr innerhalb als außerhalb der Blaugrana sieht, illustriert ein kürzlicher Instagram-Post des Uruguayers, in dem er sich über die anhaltenden Gerüchte bezüglich seiner sportlichen Zukunft zu amüsieren scheint. "Immer wenn Gerüchte aufploppen" - und daneben ein lachendes Emoji und ein aus Daumen und Zeigefinger gebildetes "O" (für "alles klar!"). Nach dem Motto: Redet ihr mal alle über meine Zukunft - ich für meinen Teil trainiere erst mal mit meinen (alten) Kollegen.


Und das tut er. Und zwar wieder zusammen mit seinem Intimus Lionel Messi. Dass dieser der alles beherrschende Akteur im Kader (und darüber hinaus) des FC Barcelona ist - daran besteht trotz seiner sehr offensiv vorgetragenen Wechselabsichten kein Zweifel. Ronald Koeman wird sich die Autorität in der Kabine mit dem Argentinier teilen müssen. Denn natürlich wird Messi immer spielen, solange er fit ist. Und solange er spielt, und dies auch mit Lust und Laune tut, solange hat der FC Barcelona einen sportlichen Vorteil gegenüber so gut wie jedem Rivalen. Entsprechend heißt es auch, ihn über ein Jahr bei Laune zu halten.


Doch seinen besten Freund vom Hof zu jagen, könnte Messis Laune schon zu Beginn der Spielzeit derart in den Keller rutschen lassen, dass eine erfolgreiche Saison zur Chimäre verkommt.


Sucht Juventus schon Alternativen für Suárez?


Ein weiteres mögliches Indiz für einen Verbleib von Suárez liefert nun ausgerechnet die Alte Dame aus Turin selbst. Hieß es noch vor einigen Tagen, dass sich die Norditaliener bereits mit dem FC Barcelona einig geworden seien bezüglich der Ablösemodalitäten für den Südamerikaner, wurde heute ein Angebot der Vecchia Signora bekannt, demzufolge sie für Álvaro Morata bereit wären, 50 Millionen Euro an Atlético Madrid zu zahlen.


Unabhängig davon, dass die Madrilenen die Offerte postwendend abgelehnt haben, wirft dieser Vorstoß ein neues Licht auf den Suárez-Deal. Bemüht sich Juventus, vielleicht angesichts der Nichtrealisierbarkeit einer Suárez-Verpflichtung, schon um adäquate Alternativen? Oder anders gefragt: Würde Suárez eine Vollzugsmeldung wieder nur mit einem Emoji kommentieren? Man darf weiter gespannt sein, wie sich die Dinge bei den Azulgrana in den kommenden Wochen bis zum Transferschluss noch entwickeln.