Für David Alaba ist eine Vertragsverlängerung beim FC Bayern vorerst vom Tisch. Der Verein hat das Angebot zurückgezogen, wie Herbert Hainer am Sonntagabend verkündete. Wie geht es für den Innenverteidiger weiter?


Beide Parteien schätzen sich, doch am Verhandlungstisch können sie sich nicht einigen. Stand jetzt endet David Alabas Vertrag beim FC Bayern am 30. Juni 2021, eine Trennung ist nach der Entwicklung in den vergangenen beiden Tagen wohl das wahrscheinlichste Szenario.

Bis Ende Oktober wollten die Münchner Klarheit, innerhalb von einer Woche sollte Alaba entscheiden, ob er das Angebot annimmt oder ablehnt. Diese Zeit reiche nicht aus, betonte Alaba auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel gegen RB Salzburg am Montag, um eine derart wichtige Entscheidung zu treffen - denn aufgrund der vielen englischen Wochen wolle er sich einzig auf die Pflichtspiele konzentrieren. Nun aber hat der Rekordmeister Fakten geschaffen: "Es gibt kein Angebot mehr", sagte Herbert Hainer bei Blickpunkt Sport.

Was das mit Blick auf den Sommer bedeutet, ist unklar. "Wir schätzen David unheimlich", so der Klubpräsident weiter, "er ist ein liebenswerter Kerl, er ist Publikumsliebling, er ist ein Eigengewächs des FC Bayern München. Und deswegen würden wir es auch so bedauern, wenn wir getrennte Wege am Ende der Saison gehen müssen." Alaba selbst sagte am Montag: "Ich bin ein Spieler, der wirklich sehr, sehr gerne für den FC Bayern spielt."


Alaba muss auf den FC Bayern zugehen


Im Optimalfall käme also eine Vertragsverlängerung zustande - laut Sport1 ist ein Abschied aber das wahrscheinlichste Szenario. Denn die Bayern-Bosse seien - wie auch BILD behauptet - nur gesprächsbereit, wenn die Alaba-Seite auf sie zugeht.


Verkündete, dass der FC Bayern das Angebot für David Alaba zurückgezogen hat: Herbert Hainer

"Wenn David mit uns reden will, sind wir immer bereit. Er ist ja noch acht Monate bei uns unter Vertrag", wird Hainer vom Boulevardblatt zitiert. Nach Informationen von Sport1 plant Alaba-Berater Pini Zahavi aber keine weiteren Verhandlungen, darüber hinaus seien die Münchner nicht gewillt, das Angebot zu verbessern.


Winter-Wechsel unwahrscheinlich - Liegt Plan B in Spanien?


Wie Sport1 weiter berichtet, sei ein Abschied im Winter unwahrscheinlich. Laut BILD wollen der Abwehrchef und seine Berater zunächst abwarten und im Frühjahr eine Entscheidung treffen. Dann sei eine Einigung mit den Bayern aber unwahrscheinlich, da die Verantwortlichen nicht so lange warten wollen.

Kommt ein Verbleib in München nicht zustande, seien Real Madrid oder der FC Barcelona mögliche Ziele. Barça kann sich Alaba aufgrund der finanziellen Schieflage aber nicht leisten. Klarheit darüber, wo der Österreicher ab der kommenden Saison spielen wird, ist also noch lange nicht in Sicht.