Union Berlin fahndet nach dem Abgang von Sebastian Andersson zum 1. FC Köln nach einem neuen Mittelstürmer. In Philipp Hofmann haben die Eisernen bereits einen Wunschkandidaten ausgemacht. Noch stellt sich aber der Karlsruher SC quer.


"Union hat uns über das Interesse an Philipp informiert und auch ein offizielles Angebot hinterlegt", bestätigte KSC-Geschäftsführer Oliver Kreuzer. Hinsichtlich der Ablöse scheint es aber noch deutlich verschiedene Vorstellungen zu geben. "Es entspricht nicht dem, was wir uns vorstellen. Im Gegenteil: Wir haben da eine große Diskrepanz zwischen dem, was wir wollen und dem, was Union geboten hat", erklärte Kreuzer.


Hofmann wäre für Union ein logischer Andersson-Nachfolger. Der 27-Jährige ist mit seinen 1,95 Meter Körpergröße kopfballstark, sehr robust und kann mit dem Rücken zum Tor die Bälle gut festmachen - Qualitäten, die den nach Köln abgewanderten Andersson ebenfalls auszeichnen.


Und auch die Torquote des ehemaligen U21-Nationalspielers (17 Einsätze) kann sich sehen lassen. Nach seinem ablösefreien Wechsel von Eintracht Braunschweig in den Wildpark erzielte Hofmann in der abgelaufenen Zweitligasaison satte 17 Treffer. Dazu bereitete er sechs Tore direkt vor und war damit maßgeblich für den Klassenerhalt der Karlsruher verantwortlich.


Hofmann hofft auf Bundesliga-Wechsel


Der Vertrag des Mittelstürmers bei KSC ist noch ein Jahr bis 2021 gültig. Hofmann selbst vermied zuletzt ein Treuebekenntnis, was Kreuzer nachvollziehen kann: "Ich kann Philipp absolut verstehen, dass er sich interessiert zeigt und das gerne machen würde."


Der Spielball liegt nun bei Union: Sollten die Eisernen ein für den KSC zufriedenstellendes Angebot abgeben, sollte einem Wechsel nicht mehr viel im Wege stehen. Hofmanns aktueller Marktwert wird auf 1,5 Millionen Euro geschätzt.