Sebastian Polter wird nicht mehr für Union Berlin auflaufen. Das bestätigten die Eisernen am Donnerstagnachmittag. Präsident Dirk Zingler findet deutliche Worte.


Nach dreieinhalb Jahren werden sich Polter und Union Berlin im Sommer trennen - das steht bereits seit mehreren Monaten fest, denn der auslaufende Vertrag des Angreifers wird nicht verlängert. In den noch ausstehenden Spielen der aktuellen Saison verzichten die Eisernen freiwillig auf den 29-Jährigen, dem unsolidarisches Verhalten vorgeworfen wird.


"Es gehört zu den elementaren Werten des 1. FC Union Berlin, dass wir Unioner eine solidarische Gemeinschaft bilden, in der wir füreinander und für unseren Verein einstehen. Sebastian tut das als einziger Spieler der gesamten Lizenzspielerabteilung mit Mannschaft, Trainer- und Betreuerteam leider nicht. Das ist für uns nicht nachvollziehbar und sehr enttäuschend. Es ist meine dringlichste Aufgabe, gerade in schwierigen Zeiten, den Zusammenhalt aller Clubmitarbeiter und Spieler zu schützen, um unsere sportlichen Ziele nicht zu gefährden", wird Union-Präsident Dirk Zingler auf der Vereinshomepage zitiert. "Wir haben deshalb entschieden, dass Sebastian ab sofort nicht mehr Teil unseres Spieltagskaders sein wird." Am Mannschaftstraining darf Polter allerdings weiterhin teilnehmen.


Der kicker berichtet, dass der Angreifer gerüchteweise nicht dazu bereit gewesen sein soll, den Gehaltsverzicht der Unioner während der Coronakrise mitzutragen. Sollte diese Nachricht mehr als ein Gerücht sein, ist die Maßnahme der Köpenicker sehr gut nachvollziehbar.