Alles deutet auf einen unruhigen und alles andere als versöhnlichen Abschied hin: Max Kruse hat seinen Vertrag bei Fenerbahce Istanbul offenbar einseitig aufgelöst - der Grund sollen ausstehende Zahlungen sein. Der Verein dementiert diesen Vorwurf. Es droht ein Rechtsstreit.


Nach (erneuten) drei Jahren für Werder Bremen wechselte Max Kruse im vergangenen Sommer in die Süper Lig. Seitdem lief er für Fenerbahce Istanbul auf, für die er in 23 Spielen ganze sieben Tore erzielen und acht weitere vorbereiten konnte. Zahlen, die sich offensichtlich nicht mehr ausbauen lassen - Kruse hat seinen Vertrag mit dem Verein einseitig gekündigt.


Fenerbahce soll Kruse gegenüber Geld schuldig geblieben sein

Die einseitige Vertragsauflösung bestätigte Fenerbahce am Donnerstag. Ein möglicher Grund sollen angeblich ausbleibende (Gehalts-)Zahlungen sein, die der 32-jährige Stürmer von Istanbuler Verein einfordert. Allem Anschein nach hat er die Hoffnungen darauf aufgegeben, sodass er das Arbeitspapier auflösen ließ.


Fenerbahce wehrt sich gegen Kruse-Vorwürfe - Verein betont Schuldenfreiheit


Vehement wehrt sich Fenerbahce gegen diese Vorwürfe. Zum einen kündigte der Klub an, juristische Schritte gegen die Vertragsauflösung aufnehmen zu wollen, da an der Rechtsmäßigkeit dessen gezweifelt wird. Zudem wurde erklärt, dass der derzeit Tabellensiebte vor der Coronakrise keine Schulden Kruse gegenüber gehabt habe.


Während des Ausbruchs der Krise seien Gesprächsanfragen des türkischen Fußballverbands (TFF) vom Stürmer unbeantwortet geblieben. Anlass für Fenerbahce, das Vorgehen Kruses als "unfair und unbegründet" zu bezeichnen. Das weitere Vorgehen in diesem Fall wird nun durch die Justiz bestimmt.