Laut einer Meldung des Online-Portals Modern Ghana soll der FC Bayern einen potentiellen Nachfolger für Javi Martinez ausfindig gemacht haben: Demnach beschäftigt sich der Rekordmeister mit Thomas Partey von Atlético Madrid. Könnte an diesem Transfergerücht etwas dran sein?


Rund um die Bayern herrschen wie in jedem Frühjahr zahlreiche Gerüchte, befeuert wurden diese nicht zuletzt auch von Sportdirektor Hasan Salihamidzic, der ankündigte, dass die Verantwortlichen Jagd auf einen Top-Spieler und ein Top-Talent machen wollen. Im Fokus dürfte in erster Linie die Verpflichtung eines Flügelspieler stehen, auch wird über Verstärkungen in der Defensive spekuliert.

Das jüngste Gerücht stammt aus Ghana. Wie berichtet wird, sollen die Bayern zum Interessentenkreis um Thomas Partey gehören. Laut The Telegraph ist allen voran der FC Arsenal am 26-fachen ghanaischen Nationalspieler interessiert, auch Paris Saint-Germain soll sich mit ihm beschäftigen, wie RMC Sport erfahren haben will.

Seit vielen Jahren spielt Partey für Atlético Madrid, der Durchbruch gelang nach Zwischenstationen auf Mallorca und in Almeria. Am 28. November 2015 durfte er beim 1:0-Sieg über Espanyol Barcelona erstmals für die Rojiblancos auflaufen, mittlerweile stehen 174 Pflichtspiele zu Buche.

Im Frühjahr 2018 wurde der Vertrag bis 2023 verlängert, dem Vernehmen nach enthält dieser eine Ausstiegsklausel in Höhe von 50 Millionen Euro. Genau aus diesem Grund sollen sich die Verantwortlichen darum bemühen, ein neues Arbeitspapier auszuhandeln - denn in heutigen Zeiten handelt es sich bei der Ausstiegsklausel um eine verhältnismäßig moderate Transfersumme.


Kommt Partey als Martinez-Ersatz?


Ob auch der FC Bayern eine Rolle spielt? Das erscheint zumindest fragwürdig. Denn die Verpflichtung eines Mittelfeldspielers genießt dem Vernehmen nach nicht die höchste Priorität. Überwiegend handeln Medienberichte über potentielle Abgänge in der Zentrale.


Wie Modern Ghana behauptet, solle Partey als Ersatz für Javi Martinez kommen. Der Routinier steht nur noch bis 2021 unter Vertrag, Gespräche über eine Verlängerung scheinen noch nicht geführt worden zu sein. Allerdings soll der Spanier nach Informationen von Spox und Goal keinen Abschied aus München anstreben, zudem könne Ex-Klub Athletic Bilbao die anvisierte Rückholaktion finanziell nicht stemmen. Da Martinez Rückendeckung von Cheftrainer Hansi Flick genießt und dieser einen bis 2023 gültigen Vertrag besitzt, ist es durchaus wahrscheinlich, dass er seinen Vertrag erfüllen wird.

Darüber hinaus ist das Mittelfeld breit besetzt. In der Startformation hat sich das Duo um Thiago und Joshua Kimmich festgespielt, dahinter befinden sich nach Martinez auch Leon Goretzka, Corentin Tolisso, Mickael Cuisance und ab Sommer womöglich Adrian Fein in Lauerstellung.

Jedoch soll Tolisso zu den Streichkandidaten zählen. Sollten er und/oder Martinez gehen und Fein womöglich noch einmal verliehen werden, ist es durchaus vorstellbar, dass die Bayern-Bosse auch nach einem zentralen Mittelfeldspieler suchen - allerdings ist es im Angesicht der Corona-Krise eine Frage des Geldes und darüber hinaus auch eine Frage der Perspektive.

Natürlich könnte Partey einen Tapetenwechsel anstreben und zu einem Verein wie dem FC Bayern wechseln, bei dem er sich erst einen Platz erarbeiten müsste. Aber was, wenn der dann 50 Millionen Euro teure Ghanaer auf der Bank endet? Sinnhafter erscheint die Verpflichtung eines offensiven Mittelfeldspielers, da Philippe Coutinho kaum an der Isar bleiben dürfte. Der Neuzugang würde dann mit Thomas Müller um den Platz hinter der Spitze konkurrieren, die Zehn wäre also doppelt besetzt.


Vater bestätigt Arsenal-Gerüchte


Darüber hinaus soll Partey konkrete Gespräche mit Arsenal führen. "Nachdem ich von den Spekulationen gehört hatte, rief ich meinen Sohn an. Er bestätigte mir, dass diese Gerüchte wahr sind", bestätigte dessen Vater beim südamerikanischen Radiosender Tru FM, und fügte an: "Ich werde glücklich sein, wenn mein Sohn zu Arsenal wechselt." Wirklich gehaltvoll scheint das Gerücht um die Bayern also nicht zu sein.