Im Jahr 1974 wurde die 2. Bundesliga gegründet, die zunächst zweigleisig an den Start ging. Sieben Jahre später wurde eine eingleisige Liga mit 20 Mannschaften eingeführt, deren Anzahl zur Saison 1994/95 auf 18 Klubs reduziert wurde. Neuer Rekordtorschütze des deutschen Fußball-Unterhauses ist seit Montagabend Simon Terodde, der dank seines Doppelpacks gegen Paderborn auf Platz eins kletterte. Wer sich außer dem HSV-Profi noch in den Top 10 wiederfindet, seht ihr in der folgenden Übersicht.


10. Marcus Feinbier (90 Tore)

In der Saison 1987/88 gewann Feinbier mit Bayer 04 Leverkusen den UEFA Cup. Nach seinem Abschied von der Werkself ging der Stürmer überwiegend in der 2. Bundesliga auf Torejagd. Für sechs verschiedene Vereine, darunter auch der 1. FC Nürnberg und Greuther Fürth, bestritt der gebürtige Berliner insgesamt 274 Pflichtspiele. Im Sommer 2008 beendete der Angreifer seine Karriere.


9. Harald Kügler (91 Tore)

Der Angreifer schaffte einst beim FC Schalke 04 den Sprung in den Profikader. Bei den Königsblauen konnte sich Kügler allerdings nicht dauerhaft etablieren, weshalb im Januar 1983 der Wechsel zu Alemannia Aachen folgte. Die meisten seiner insgesamt 305 Zweitliga-Partien bestritt der Stürmer für die SG Wattenscheid 09 (1983 - 1990), für die er insgesamt 78 Tore erzielte. 1995 hängte Kügler seine Fußballschuhe an den Nagel.


8. Siegfried Reich (95 Tore)

Reich, dessen aktive Laufbahn nach der Saison 1995/96 zu Ende ging, bringt es sowohl in der 1. als auch in der 2. Bundesliga auf jeweils 178 Einsätze. Die bessere Quote kann der heute 61-Jährige im deutschen Fußball-Unterhaus vorweisen, wo er sich im Trikot von Hannover 96 und vom VfL Wolfsburg insgesamt 95 Mal in die Torschützenliste eintragen konnte. Im Oberhaus brachte es der Stürmer auf 65 Treffer.


7. Michael Thurk (96 Tore)

Kehrte im letzten Jahr nach Mainz zurück: Michael Thurk

In der Saison 2009/10 sicherte sich Thurk in der 2. Bundesliga mit 23 Treffern die Torjägerkanone. Der Aufstieg mit dem FC Augsburg gelang allerdings erst in der folgenden Saison, in welcher der gebürtige Frankfurter neun Treffer beisteuerte. Für den Stürmer war es zugleich die letzte Spielzeit in der zweiten Liga, wo er insgesamt 251 Mal auf dem Platz stand. Seit Sommer 2019 ist der 44-Jährige, der seine Profilaufbahn 2014 beendet hat, bei seinem Ex-Klub Mainz 05 als Co-Trainer tätig.


6. Bruno Labbadia (101 Tore)

Heuerte im April bei Hertha BSC an: Bruno Labbadia

Der 54-jährige Hertha-Coach ist einer von insgesamt sechs Spielern, die in der zweiten Liga mehr als 100 Treffer erzielt haben. Dafür benötigte Labbadia, der zu Beginn (SV Darmstadt 98) und zum Ende seiner Karriere (Arminia Bielefeld & Karlsruher SC) im Unterhaus kickte, 229 Partien. Unmittelbar nach seinem Karriereende im Sommer 2003 stieg der Ex-Bayern-Profi und zweimalige deutsche Meister ins Trainergeschäft ein.


5. Marius Ebbers (102 Tore)

Kultspieler des FC St. Pauli: Marius Ebbers

MSV Duisburg, 1. FC Köln, Alemannia Aachen und FC St. Pauli heißen die Zweitliga-Stationen von Ebbers, der bei den Kiezkickern Kultstatus erreicht hat. 273 Mal durfte der Mittelstürmer im Unterhaus ran und erzielte dabei im Schnitt alle 191 Minuten einen Treffer. Die letzten drei Jahre seiner aktiven Laufbahn (2014 - 2017) verbrachte der gebürtige Essener beim SC Victoria Hamburg.


4. Daniel Jurgeleit (106 Tore)

Obwohl Jurgeleit (Karriereende 2003) seine Torjägerqualitäten regelmäßig in der zweiten Liga unter Beweis gestellt hat, durfte der Angreifer nur in der Saison 1989/90 in der 1. Bundesliga (29 Spiele, vier Tore) ran. Die beste Trefferquote hatte das Eigengewächs von Fortuna Düsseldorf beim 1. FC Union Solingen. 193 seiner insgesamt 360 Zweitliga-Partien bestritt der heute 56-Jährige für den aktuellen Kreisligisten.


3. Theo Gries (111 Tore)

Auch Gries waren nur 29 Partien im deutschen Fußball-Oberhaus vergönnt. 270 Mal durfte der Offensivspieler eine Liga tiefer seine Klasse beweisen, wo er für Alemannia Aachen, Hertha BSC (Meister 1989/90) und Hannover 96 spielte. Nach der Saison 1994/95, die der heutige Scout von Union Berlin bei Tennis Borussia Berlin verbrachte, beendete Gries seine Karriere.


2. Sven Demandt (121 Tore)

Stieg nach seiner aktiven Laufbahn ins Trainergeschäft ein: Sven Demandt

Fast zwei Jahrzehnte hielt der Torrekord von Demandt, der in 316 Partien insgesamt 121 Mal erfolgreich war. Seinen letzten Zweitliga-Treffer erzielte der Ex-Mainzer in der Saison 2000/01 am 15. Spieltag beim 2:0-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg. Ausklingen ließ der Angreifer seine Karriere bei Viktoria Köln (bis 2003). Seither arbeitet der 55-Jährige als Trainer. Aktuell betreut der gebürtige Kölner den Fünftligisten Frechen 20.


1. Simon Terodde (122 Tore)

Schnürte am Montagabend den nächsten Doppelpack: Simon Terodde

In der 2. Bundesliga trifft Terodde fast nach Belieben. Für sechs verschiedene Klubs hat der Angreifer in nur 222 Partien stolze 122 Treffer erzielt. Knüpft der HSV-Profi an die zuletzt gezeigten Leistungen an (vier Tore in zwei Partien), wird der dreimalige Torschützenkönig sein Trefferkonto in dieser Saison noch deutlich in die Höhe schrauben und vermutlich den nächsten Aufstieg in die Bundesliga feiern.


Quelle: www.transfermarkt.de