Mit dem offenbar bevorstehenden Transfer von Timo Werner von RB Leipzig zum FC Chelsea wird es einen lachenden Dritten geben: Der VfB Stuttgart bekommt durch geschicktes Verhandeln ebenfalls ein ordentliches Stück vom Kuchen ab.


Dass Timo Werner schlussendlich zum FC Chelsea wechseln soll, statt zu den auch hochgehandelten Vereinen FC Liverpool oder Bayern München, war eine Überraschung. Ein weiteres Jahr bei RB Leipzig schien bereits seit seiner Vertragsverlängerung unwahrscheinlich zu sein - so ermöglichte der Stürmer seinem aktuellen Klub jedoch, die Ausstiegsklausel höher taxieren zu können. Somit muss Chelsea etwa 53-60 Millionen Euro zahlen.


Stuttgart kassiert durch Ausbildung und Weitsicht bei Werner mit: ca. 8 Mio. Euro gehen an den VfB


Angesichts dieser Transfersumme dürfte im Schwabenland gute Stimmung herrschen. Der VfB Stuttgart hat sich nämlich, als Werner im Sommer 2016 nach Leipzig ging, eine Beteiligung am späteren Weiterverkauf gesichert. Laut Bild soll sich diese Beteiligung sogar auf satte zwölf Prozent belaufen. Bei einer Ablösesumme von 53 Millionen Euro wären es also stolze 6,36 Millionen Euro, die sich der VfB sichern wird.


Timo Werner im Dienst für Stuttgart: Die Schwaben profitieren nun doppelt vom Wechsel zum FC Chelsea

Für den Zweitligisten, der sich am Wiederaufstieg in die erste Liga versucht, ein willkommener Geldregen. Bei den ca. sechs Millionen Euro wird es allerdings nicht bleiben. Da der heute 24-jährige Nationalspieler 14 Jahre für Stuttgart auflief, steht dem Klub zusätzlich die sogenannte Ausbildungs-Entschädigung zu. Diese beläuft sich auf 3,5 Prozent des jeweiligen Transfers. In diesem Fall kämen also weitere 1,86 Millionen Euro dazu, sodass sich die Stuttgarter mit 8,2 Millionen Euro ein ziemlich großes Stück Kuchen angeln können.


Die Ausbildungs-Entschädigung greift beim Wechsel in die Premier League, da es ein Transfer ins Ausland ist. Wäre Werner, wie es im letzten Sommer erwartet wurde, zum FC Bayern gewechselt, wäre diese Summe nicht auf das VfB-Konto geflossen. Somit zahlt sich die Weitsicht von damals aus: Diese Beteiligung wird den Vereinsverantwortlichen rund um Sportdirektor Sven Mislintat dabei behilflich sein, sich für die erhoffte Spielzeit im Oberhaus des deutschen Fußballs passend vorzubereiten.