Noch kämpfen die Red Devils von Manchester United in der Premier League um den letzten freien Platz für die Champions-League-Saison 2020/21. Es ist derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der punktgleichen Überraschungsmannschaft aus Leicester auf Platz vier und dem ebenfalls nur einen Punkt (ein Sieg von United im morgigen Spiel bei Crystal Palace vorausgesetzt) vor ihnen rangierenden Chelsea auf dem dritten Platz.


Doch auch hinter den Kulissen arbeiten die Roten Teufel emsig an der Zusammenstellung des Kaders für die kommende Spielzeit. Die als seriös einzustufende englische Tageszeitung The Telegraph hat jetzt eine Liste mit sechs Spielernamen veröffentlicht, für die der Klub vom Old Trafford Käufer sucht. Demnach haben der Chilene Alexis Sánchez, der Portugiese Diogo Dalot, der Argentinier Marcos Rojo, sowie Chris Smalling, Jesse Lingard und Phil Jones (allesamt Engländer) das Schild "zu verkaufen!" umgehängt bekommen.


Transfer-Ausgaben wie im Vorjahr sind dieses Jahr nicht drin


Manchesters Trainer Ole Gunnar Solskjaer will sein Team verjüngen - und braucht dafür auch die Einnahmen aus Spielerverkäufen. Denn dass die Nordengländer in diesem - corona-bereinigten - Sommer 2021 ähnlich in die Vollen gehen werden wie im Vorjahr, als sie für Harry Maguire, Aaron Wan-Bissaka und Daniel James alleine knapp 160 Millionen ausgaben, ist anzuzweifeln. Zumal sie sich im Winter auch noch den portugiesischen Nationalspieler Bruno Fernandes von Sporting Lissabon für 55 Millionen Euro leisteten.


Alexis Sanchez war ein teures Missverständnis

Und so müssen notwendigerweise Spieler verkauft werden. Und mit den genannten sechs Namen soll es losgehen. Chris Smalling (verliehen zur AS Rom) und Alexis Sánchez (Inter Mailand) spielen bereits seit September bei ihren Leihstationen und für den norwegischen Trainer schon seit längerem keine Rolle. Ähnlich verhält es sich mit Marcos Rojo, der im Januar in seine Heimat zu Estudiantes de La Plata verliehen wurde.


Die drei restlichen Namen auf besagter Streichliste (Jones, Dalot und Lingard) kamen in den letzten Jahren sowieso nicht über den Status des (verzichtbaren) Ergänzungsspielers hinaus.


Der Traum von Jadon Sancho


Auf der Zugangsseite haben für Solskjaer vor allem ein schneller rechter Außenstürmer, ein klassischer Mittelstürmer sowie ein defensiver Mittelfeldspieler die absolute Priorität. Noch immer ist, bezüglich der ersten Position, Jadon Sancho das große Transferziel der Red Devils. Der würde bekanntlich nicht billig werden. Mit Ousmane Dembélé tauchte in diesem Zusammenhang in den letzten Tagen ein alternativer Name auf. Der Franzose wäre wohl für weitaus weniger zu haben, provoziert aber aufgrund seiner mit Eskapaden und Verletzungen gespickten Vorgeschichte beim BVB und bei Barça ernsthafte Zweifel an der Sinnhaftigkeit seiner Verpflichtung.


So oder so - helfen würde den Nordengländern bei ihren Personalplanungen sicherlich, sich in den verbleibenden drei Spielen der heimischen Liga (morgen bei Crystal Palace, kommende Woche gegen West Ham und am 26. Juli beim eventuellen "Champions-League-Showdown" in Leicester) die maximale Punktausbeute zu sichern, um den Einzug in die lukrative Königsklasse zu schaffen.