Am Donnerstagabend musste Bayer Leverkusen erneut in der Europa League antreten, gegen Hapoel Be'er Sheva konnte die Werkself letztlich 4:2 gewinnen - zwischendurch mit einer guten Portion Glück. Grund genug für Peter Bosz, das glückliche Remis zur Halbzeit zu thematisieren. Stimmen und Reaktionen zum Spiel.


Bayer Leverkusen ging gegen Be'er Sheva früh durch Leon Bailey (5.) in Führung, kassierte aber nur sechs Minuten später den Ausgleich durch Elton Acolatse. In der 25. Minute war es erneut der Niederländer, der durch ein sehr sehenswertes Solo die zwischenzeitliche 2:1-Führung für die Gastgeber erzielen konnte. Ein Eigentor nach einer Ecke brachte Leverkusen wenige Minuten vor der Halbzeit wieder zum Ausgleich. Bailey (75.) und Florian Wirtz, der den ersten Treffer bereits vorbereitet hatte, konnten in Halbzeit zwei noch bis zum 4:2-Sieg für den Bundesligisten treffen.


Bosz beklagt "schlechte erste Halbzeit" - Sieg am Ende aber verdient


Grund genug für Trainer Peter Bosz, den zwar verdienten, aufgrund des Spielverlaufs aber durchaus auch etwas glücklichen Sieg nicht bloß nach dem Ergebnis zu betrachten: "In der ersten Halbzeit haben wir schlecht gespielt. Wir konnten froh sein, dass es zur Pause nur 2:2 steht. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht: Wir haben besser rangeschoben, besser den Ball laufen gelassen und am Ende verdient gewonnen."


Ein Eindruck seinerseits, der das Spiel zugleich gut zusammenfasste. Bosz nach der Partie weiter: "Nach der ersten Halbzeit musste eine Reaktion kommen. Mit der Leistung war ich gar nicht zufrieden und die Spieler auch nicht. In der zweiten Halbzeit haben wir besser gestanden, und dann war es auch einfacher."


Mit der ersten Halbzeit war Leverkusen-Coach Peter Bosz sichtlich unzufrieden

Einen - wenig überraschend - sehr ähnlichen Ton stimmte auch Jonathan Tah an, der beim 1:1-Ausgleich nicht wirklich gut ausgesehen hatte: "Bis zum 1:1 haben wir es eigentlich gut gemacht, danach aber nicht mehr unser Spiel gespielt und Hapoel eingeladen." In den zweiten 45 Minuten, so der Abwehrspieler weiter, sei sein Team "besser organisiert" gewesen: "Es war dann nur noch eine Frage der Zeit, bis wir die Tore machen."


"Ich freue mich sehr, dass ich der Mannschaft mit meinen Toren helfen konnte", zeigte sich Leon Bailey nach dem Schlusspfiff glücklich. Der Jamaikaner betonte zudem, dass seine Treffer zwar "schön für mich" waren, "aber viel wichtiger war es heute, dass wir die drei Punkte mitgenommen haben".



Reaktionen zum Leverkusen-Sieg: Erste Hälfte pfui, zweite Hälfte hui?


Auch die meisten Fans reagierten in Bosz-Manier: Nach der kurzen Freude über die Führung gab es vor allem Verärgerung über die erste Halbzeit, zum Teil auch klare Worte über die ausbleibende Leistung. Am Ende des Tages waren jedoch alle zufrieden.