Nach dem Beschluss der französischen Regierung muss der Spielbetrieb in der Ligue 1 vorzeitig eingestellt werden. In den kommenden Monaten werden keine sportlichen Großveranstaltungen in Frankreich stattfinden. Für Paris Saint-Germain und Olympique Lyon könnte dies das CL-Aus bedeuten.


Zwei Klubs aus der Ligue 1 kämpfen noch immer um den Titel in der Königsklasse. Während PSG sein Achtelfinale gegen Borussia Dortmund meisterte, muss Olympique Lyon ein gutes 1:0 aus dem Hinspiel gegen Juventus Turin verteidigen. Dies war vor Wochen zumindest der Stand. Mit dem Aussetzen aller französischen Sportevents geraten diese Gedankenspiele ins Wanken.


Die Champions League soll im Sommer bestmöglich beendet werden. In welchem Rahmen dies stattfinden wird, lässt sich allerdings nicht sagen. Vorrangig gilt für die Klubs und Spielbetreiber die Liga, die ohnehin erst abgeschlossen werden müsste. Danach könnte die Königsklasse im verkürzten Modus zu Ende gespielt werden; vermutlich ohne Paris und Lyon.


Al-Khelaifi denkt an Spiele im Ausland


Um weiterhin eine Rolle im Viertelfinale zu spielen, schlägt PSG-Inhaber Nasser Al-Khelaifi eine Verlegung möglicher Heimspiele vor. "Wir respektieren die Entscheidung der französischen Regierung. Wir planen für die Champions League, wann immer und wo immer sie auch gespielt wird. Wenn es nicht möglich ist, in Frankreich zu spielen, dann werden wir im Ausland spielen", wird der PSG-Boss von RMC zitiert.


Die Pariser würden ihr Heimrecht für die weitere Teilnahme aufgeben. Eine Endrunde mit mehreren Partien an einem festen Standort, würden dem Serienmeister aus Frankreich demnach sehr gelegen kommen. Auch für OL käme dieses Konzept recht. Sollte das Rückspiel in Turin gewonnen werden, müssten die Lyonnais ebenfalls umplanen.


So oder so braucht es nicht nur für die beiden französischen Vertreter schon bald ein sicheres Konzept. Ansonsten dürfte ein Endspurt in der Champions League für alle Beteiligten ausgeschlossen sein. Für ein zufriedenstellendes Ende spricht ohnehin immer weniger.