Der FC Bayern ist noch in allen drei Wettbewerben vertreten. Neben dem nationalen Double peilen die Münchner auch den maximalen Erfolg in der Champions League an. Zwischen dem möglichen DFB-Pokalfinale und dem Viertelfinale der Königsklasse hat die Mannschaft von Hansi Flick ein paar Wochen Pause. Laut BILD soll der Henkelpott zwar mit vollen Akkus angegriffen werden - doch der frühe Re-Start der Bundesliga könnte sich als Nachteil herausstellen.


Bei den Bayern ist der Erfolgshunger zurück. Seit Dezember arbeitete sich der Serienmeister in der Bundesliga vom siebten auf den ersten Tabellenplatz hoch, hat dank des 1:0-Sieges am Dienstag sieben Punkte Vorsprung auf Borussia Dortmund. Die Meisterschaft ist reine Formsache, daneben stehen noch die Spiele im DFB-Pokal und der Champions League aus.

Während sich die Bundesliga am 27. Juni in die Sommerpause verabschieden wird, wurde das Pokalfinale auf den 04. Juli terminiert. Das Endspiel im Berliner Olympiastadion soll das letzte Pflichtspiel auf nationalem Boden sein, davor müssen die Bayern aber noch das Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt (10. Juni) bestreiten.

Da die Bundesliga als bislang einzige Liga wieder spielt und die übrigen Ligen genügend Zeit erhalten sollen, um die Saison zu beenden, will die UEFA die Champions League Ende Juli fortsetzen. Dann sollen die ausstehenden Rückspiele des Achtelfinals ausgetragen werden. Anschließend soll das Viertelfinale am 08. August beginnen.


Training oder Urlaub: Wie bereitet sich der FC Bayern auf die Champions League vor?

Zwischen dem anvisierten Pokalfinale und dem Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea liegen einige Wochen ohne Pflichtspiele. Laut der BILD sind daher zwei Szenarien vorstellbar, wie der FC Bayern diese Pause überbrücken will: Entweder es wird ohne Unterbrechung an der Säbener Straße trainiert oder aber die Spieler erhalten mindestens eine Woche Urlaub. Letzteres sei das wahrscheinlichere Szenario.


Wird der frühe Re-Start zum Nachteil?


Für die Bundesliga war der frühe Re-Start ein Segen, doch für die verbliebenen Europapokalteilnehmer könnte er sich als Nachteil herausstellen. In der Premier League darf der Ball wieder ab dem 17. Juni rollen, die Serie A hat grünes Licht für den 20. Juni erhalten. Die spanische LaLiga muss sich derweil noch auf ein Datum einigen, Liga-Boss Javier Tebas peilt den 11. Juni als Startschuss an. Die internationale Konkurrenz wäre also noch im Rhythmus, während der FC Bayern und RB Leipzig einen Kaltstart hinlegen müssen. Ähnlich ergeht es Paris St. Germain und Olympique Lyon, da die Saison in Frankreich abgebrochen wurde.

Leipzig und PSG würden sogar einen noch größeren Nachteil erleiden: Anders als Bayern und Lyon sind beide Klubs bereits für das Viertelfinale qualifiziert. Julian Nagelsmann und Thomas Tuchel werden kreative Lösungen finden müssen, um ihre Spieler auf Betriebstemperatur zu bringen.