Bei Hertha BSC verspührt man nach der Verpflichtung von Bruno Labbadia neuen Aufwind. Der neue Trainer bringt nicht nur seine langjährige Erfahrung mit in die Hauptstadt, sondern auch ein neues Spielsystem. So gibt es unter ihm nicht nur Verlierer, sondern auch Gewinner, die sich einen Platz in der Startelf erkämpfen könnten. Die mögliche Startaufstellung der Hertha unter Bruno Labbadia.


Das Tor


1. Thomas Kraft

Thomas Kraft hat sich in dieser Saison wieder den Platz zwischen den Pfosten der Hertha zurückerkämpft. Die langjährige Nummer Eins Rune Jarstein musste weichen und Kraft den Vortritt lassen, der sich diese Chance auch unter dem neuen Trainer wohl nicht nehmen lassen wollen wird. Schwer vorstellbar, dass Labbadia zwischen den Pfosten noch einmal umstellt.


Die Verteidigung


2. Maximilian Mittelstädt

Maxi Mittelstädt ist auf der linken Abwehr-Seite gesetzt und hat sich endgültig den Stammplatz in der Startelf von Marvin Plattenhardt erkämpft. Das Eigengewächs bringt beinahe alles mit, um sich auch in der höchsten deutschen Spielklasse weiterhin zu entwickeln. Mit seinen noch jungen 23 Jahren passt er auch perfekt in das Anforderungsprofil des Förderers Labbadia.


3. Dedryck Boyata

Dedryck Boyata kam im letzten Sommer aus Glasgow an die Spree und übernahm gleich mal die Führungsrolle in der Innenverteidigung. War bislang einer der Stabilisatoren in der Defensive Berlins und konnte für einen Innenverteidiger auch offensiv erstaunlich viele Akzente setzen. Wird auch unter Labbadia zunächst Starter bleiben, bis Jordan Torunarigha reif genug für einen Stammplatz ist.


4. Niklas Stark

Niklas Stark verlor unter Jürgen Klinsmann zwischenzeitlich ein wenig an Kredit und musste phasenweise sogar von draußen zuschauen. Unter Alexander Nouri war der 25-Jährige zuletzt jedoch wieder gesetzt und bleibt weiterhin Kapitän der Mannschaft. Auch Labbadia wird auf ihn zählen.


5. Lukas Klünter

Lukas Klünter war in dieser Spielzeit bisher weitestgehend auf der rechten Abwehrseite gesetzt. Absolvierte jede seiner 20 Partien über die volle Distanz und machte seine Sache recht ordentlich. Ob er jedoch langfristig gesehen den Anforderungen des aufstrebenden 'Big-City-Klubs' gerecht wird, ist offen. Gut möglich, dass die Alte Dame auf dem Transfermarkt noch einmal zulegt.


Das Mittelfeld


6. Santiago Ascacibar

Ascacibar kam im Winter aus Stuttgart als einer der Neuzugänge unter der Federführung Jürgen Klinsmanns. Der 23-Jährige hat sich ohne große Anlaufschwierigkeiten im defensiven Mittelfeld festgespielt und wird dort auch unter dem neuen Trainer gesetzt sein.


7. Vladimir Darida

Nach zwei zuletzt eher ruhigeren Jahren hat Vladimir Darida zu alter Stärke zurückgefunden, und ist mittlerweile wieder so wichtig für die Hertha, dass der Hauptstadtklub sogar seinen Vertrag verlängern möchte. Denkbar ist jedoch, dass der Routinier in der kommenden Saison seinen Platz in der Startelf an Neuzugang und 25 Millionen-Einkauf Lucas Tousart verliert.


8. Arne Maier

Arne Maiers Situation ist äußerst interessant. Weite Teile dieser Saison (auch verletzungsbedingt) noch derart auf dem Abstellgleis geparkt, dass er im Winter bereits einen Wechsel forderte, könnte er jetzt einer DER Profiteure des Trainer-Austauschs sein. Labbadia hält große Stücke auf den 21-Jährigen Mittelfeldakteur; Ein Fakt, der Maier gleich mal in die Startelf spülen könnte. Die Frage wird jedoch sein, ob er verletzungsfrei bleibt, oder sich erneut mit dem ein oder anderen Wehwehchen rumplagen muss.


Der Angriff


9. Dodi Lukebakio

Ein weiterer Profiteur des Trainerwechsels könnte der Belgier Dodi Lukebakio sein. Unter Alexander Nouri fast schon in der Bedeutungslosigkeit verschwunden, könnte der 20-Millionen-Einkauf unter Labbadias offensiv geprägtem Spielstil aufgrund seiner Schnelligkeit und physischen Stärke wieder aufdrehen. Nicht zu vergessen: Der 22-Jährige ist in dieser Saison nach wie vor sowohl Top-Torschütze, als auch bester Vorlagengeber der Berliner.


10. Krzysztof Piatek

Piatek ist einer der Hoffnungsträger des Blau-Weißen Umbruchs und soll nach Möglichkeit vorne für die nötige Durchschlagskraft sorgen. Bisher konnte der Pole seinen Torriecher jedoch noch nicht wirklich unter Beweis stellen und traf in sechs Bundesliga-Partien lediglich ein mal. Zu seiner Verteidigung muss man jedoch gestehen, dass das Berliner Offensivspiel zuletzt nicht gerade blühte.


11. Matheus Cunha

Matheus Cunha kam ebenfalls im Winter aus Leipzig nach Berlin und konnte schnell einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nicht nur kann der 20-Jährige verdammt gut Fußball spielen, phasenweise schaffte er es sogar dem lahmenden Berliner Spiel neues Leben einzuhauchen. Unter Labbadia wohl gesetzt.