Im Duell der französischen Erzrivalen PSG und Olympique Marseille ging es am späten Sonntagabend heißt her. In der Nachspielzeit setzte es gleich fünf Platzverweise auf einen Schlag - nach zwei Schlägen an den Hinterkopf von Gegenspieler Álvaro González sah auch Neymar Rot. Der PSG-Superstar erhob im Anschluss schwere Vorwürfe.


Mit 1:0 gewann Marseille den Classique bei Paris Saint-Germain (Torschütze: Florian Thauvin, 31. Minute). Nach zwölf gelben und fünf roten Karten geriet das Ergebnis am Ende aber fast schon in Vergessenheit. Viele Nicklichkeiten und Foulspiele entluden sich am Ende des Spiels, als gleich fünf Spieler des Feldes verwiesen wurden.


Auslöser war eine Szene um Neymar. Der 28-jährige Brasilianer schubste Gegenspieler Alvaro, es kam zum Verbalduell, bei dem der Spanier Neymar rassistisch beleidigt haben soll. Kurze Zeit später ließ sich PSG-Mittelfeldmann Paredes zu einem Revanchefoul hinreißen, worauf es zu einer Rudelbildung kam. Es flogen Fäuste, Alvaro lag am Boden.


Der Schiedsrichter musste im Anschluss aufräumen: PSG-Verteidiger Kurzawa sah Rot, ebenfalls wie Marseilles Amavi, Pardes und Benedetto (Marseille) sahen Gelb-Rot, nach Hinweis des VAR sah auch Neymar die rote Karte.


Neymar beschuldigt Alvaro der rassistischen Beleidigung


Der Brasilianer war völlig außer sich. Gut zu hören war, wie er Alvaro als Rassisten beschuldigte, der Spanier solle zudem Affenlaute gemacht haben. Auch nach dem Spiel schien sich Neymar nicht beruhigen zu wollen - an seinen Rassismus-Vorwürfen an Alvaro hielt er auf Twitter fest.


Gegen Mitternacht twitterte er: "Das einzige, was ich bedauere, ist, dass ich diesem Arschloch nicht ins Gesicht geschlagen habe. Eine Stunde später legte er nach - Alvaro habe ihn als Affen-Hurensohn beleidigt.


Die zweite PSG-Niederlage und die Keilerei gegen den Erzrivalen gerät damit völlig in den Hintergrund. Klar ist, Neymars Vorwürfte müssen gründlich untersucht werden!