Die Rekord-Bayern siegen weiter: Nach dem zweiten Triple der Vereinsgeschichte sicherte sich die Elf von Hansi Flick im UEFA-Supercup gegen den FC Sevilla (2:1 n.V.) das Quadruple, stellte gleichzeitig mit dem 23. Pflichtspielsieg in Folge eine neue Bestmarke auf - und Thomas Müller hat bereits am kommenden Mittwoch die Chance, der größte Titelsammler in der Geschichte des deutschen Fußballs zu werden.


Es sind nicht nur spielerische Eigenschaften, die den FC Bayern seit Monaten unschlagbar machen. Es ist vor allem auch die mentale Komponente, die beim Star-Ensemble aus der bayrischen Landeshauptstadt den Unterschied ausmacht. Cheftrainer Hansi Flick hat der Mannschaft einen unbändigen Hunger und Ehrgeiz eingeflößt, in jeder Trainingseinheit und in jedem Pflichtspiel fordert er nicht weniger als 100 Prozent; selbst bei einer komfortablen 3:0-Pausenführung wie beim Bundesliga-Eröffnungsspiel gegen den FC Schalke 04, an dessen Ende sich seine Mannschaft sogar mit 8:0 durchsetzen sollte, übte er Kritik an der Chancenverwertung.

Die Bayern feiern Sieg um Sieg, bis heute markiert das 1:2 bei Borussia Mönchengladbach im Dezember 2019 die letzte Pflichtspielniederlage. 32 Partien später ist der Rekordmeister noch immer ungeschlagen - und nur eine Partie, das Heimspiel gegen RB Leipzig am 21. Spieltag, konnte er nicht gewinnen. Und selbst diese Nullnummer ist schon über ein halbes Jahr her.


Der knappe wie verdiente Sieg über den FC Sevilla war der 23. Pflichtspielsieg in Folge. Damit stellen die Bayern einen neuen Rekord auf: Keine Mannschaft aus Europas Top-5-Ligen kann eine längere Siegesserie vorweisen. Bisheriger Rekordhalter war Real Madrid, das unter der Leitung von Carlo Ancelotti in der Zeit von September bis Dezember 2014 ganze 22 Siege am Stück feierte. Begonnen hatte diese Serie mit einem 5:1 über den FC Basel in der Gruppenphase der Champions League, doch ausgerechnet im ersten Pflichtspiel des neuen Kalenderjahres feierte der FC Valencia einen 2:1-Erfolg über die Königlichen.


Thomas Müller winkt Titel-Rekord


Das 2:1 der Bayern über Sevilla bedeutete aber nicht nur einen neuen Europa-Rekord, sondern auch eine Prämie in Höhe von fünf Millionen Euro. Und für Thomas Müller war es inklusive des WM-Triumphs von 2014 der 26. Titel seiner Karriere. Damit liegt er gemeinsam mit Bastian Schweinsteiger in der Liste der Spieler, die in der Geschichte des deutschen Fußballs die meisten Titel gewonnen haben, an der Spitze. Schon am kommenden Mittwoch, wenn der DFL-Supercup gegen Borussia Dortmund steigt, könnte Titel Nummer 27 hinzukommen. Dann hätte Müller mehr Pokale als jeder andere gewonnen - und die Bayern wären dem Sextuple, das bisher nur dem FC Barcelona im Jahr 2009 gelang, einen Schritt näher. Die allerletzte Hürde wäre die Klub-WM im Dezember.