Yvon Mvogo hat drei schwere Jahre hinter sich, in denen er bei RB Leipzig größtenteils auf der Ersatzbank versauerte. Des Torhüters Problem hat einen Namen: Péter Gulácsi. Der Ungar hielt einfach zu beständig und somit kam Mvogo auf gerade einmal 19 Einsätze in 36 Monaten. Wohin zieht es den Schweizer nun, um wieder regelmäßig spielen zu können?


Nachdem Roman Bürki freiwillig seinen Platz in der Nationalmannschaft räumte, ist Yvon Mvogo der Vertreter des Gladbachers Yann Sommer im Tor der Schweizer "Nati". Seit der in der kamerunischen Hauptstadt Yaoundé geborene Schlussmann 2017 von seinem Ausbildungsverein, den Young Boys Bern , zu RB Leipzig wechselte, stand ihm Gulácsi jedoch stets im Weg.

Mvogo ist mittlerweile 26 Jahre alt und verständlicherweise auf der Suche nach einem Verein, bei dem er als Stammkeeper in die Saison gehen kann - besonders im Hinblick auf die Europameisterschaft im kommenden Jahr.


Schalke und Eindhoven als Optionen - Leihgeschäft als Lösung?


Nach Angaben des Kicker zeigt sich die PSV Eindhoven stark interessiert an Mvogo, doch nach der Absage von Alexander Schwolow an Schalke 04 käme auch ein Wechsel nach Gelsenkirchen infrage. Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider betonte jedoch, dass man zwar "zu diesem frühen Zeitpunkt der Transferperiode auf allen Positionen die Augen offenhalten" wolle, jedoch könne man auch ohne die Schwolow-Verpflichtung beruhigt in die Saison gehen.

"Wir haben mit Ralf Fährmann und Markus Schubert zwei Torhüter unter Vertrag, die den Anspruch haben, die Nummer eins zu werden. Wir unterliegen hier also keinerlei Handlungszwängen", so Schneider zur Lage zwischen den Pfosten.


Vertraut Schalke wirklich auf Schubert und Fährmann?

Ob die Schalker jedoch wirklich auf Rückkehrer Fährmann und den in der abgelaufenen Saison wenig überzeugenden Schubert setzen werden, ist fraglich. Vermutlich spielt Schneider auf Zeit - der Transfersommer zieht sich in diesem Jahr bekanntlich bis zum Oktober.

Doch genau dieses Taktieren könnte in der Personalie Mvogo bedeuten, dass dieser schon woanders unterschrieben hat, wenn Schalke dann soweit wäre, sich ernsthaft um ihn zu bemühen.

Denn wie erwähnt soll auch die PSV Eindhoven ein starkes Interesse an einer Verpflichtung des Torhüters haben. In Eindhoven befinden sich nach Angaben des Kicker mit Trainer Roger Schmidt und dem ehemaligen Leipziger Co-Trainer Lars Konetka zwei Verantwortliche, die schon seit Längerem eine Verpflichtung Mvogos fordern sollen.

Der Knackpunkt könnte jedoch die Ablösesumme werden, denn zwar läuft Mvogos Vertrag in Leipzig im Sommer 2021 aus, dennoch fordert RB wohl um die fünf Millionen Euro für den Keeper. Die Lösung könnte ein Leihgeschäft mit Kaufoption sein, für alle Beteiligten sicherlich sie sinnvollste Variante.

Ob Schalke dann an dem Deal beteiligt sein wird, bleibt abzuwarten.