Jean-Clair Todibo und Schalke 04 gehen zum Saisonende wie erwartet getrennte Wege. Die Kaufoption für den 20-jährigen Franzosen hat S04 nicht gezogen - wie Sportvorstand Jochen Schneider bestätigte. Die Mixtur aus sportlicher Talfahrt und finanziellen Sorgen veranlasst Schneider aktuell alle Vertragsgespräche auf Eis zu legen.


"Und dann machen wir wieder einmal einen individuellen Fehler, der zu einem Gegentor führt", monierte Daniel Caligiuri. Es lief die 32. Minute am Samstagnachmittag auf Schalke: Jean-Clair Todibo dribbelte mit dem Ball am Fuß in Richtung Mittellinie, bevor er ihn hilflos an den Gegner verlor und Werder den Konter durch Leo Bittencourt sehenswert zum Siegtreffer abschloss.


Individuelle Patzer - sie sind ein Kernproblem der Knappen in diesen Sieglos-Tagen. Allein auf diese Fehler kann man die Serie von elf Spielen ohne Sieg aber nicht erklären. "Ich will und werde Jean-Clair nicht direkt angreifen", sagte ein frustrierter Caligiuri.


Vielmehr geht der Blick nach vorne - die Marschrichtung ist klar: "Jetzt heißt es kratzen, beißen, kämpfen!"


"Kratzen, beißen, kämpfen" - so soll das Schalker Motto im Bundesliga-Endspurt lauten

Schalke lässt Kaufoption für Todibo verstreichen


Bis Saisonende wird auch Todibo das noch für S04 versuchen. Dann geht es für den Franzosen erst einmal zurück zum FC Barcelona. Die Kaufoption wurde von Schalke nicht gezogen - 25 Millionen Euro sind für die Knappen in der aktuellen finanziellen Lage einfach nicht drin. Todibos Patzer hat dabei keine Rolle gespielt.


Sportvorstand Jochen Schneider bestätigte gegenüber der WAZ, dass Schalke die Frist bis zum 31. Mai verstreichen ließ und Todibo nicht fest verpflichten werde. Eine weitere Leihe - einzige Option, um Todibo zu halten - ist ebenfalls unrealistisch. Der 20-jährige Franzose hat trotz des aktuellen Negativ-Laufs gezeigt, welche Fähigkeiten er hat. Namhafte Interessenten stehen längst in den Startlöchern. Da Barça wohl Transfereinnahmen braucht, soll Todibo verkauft werden.


Vertragsverlängerungen derzeit kein Thema - Aus für Caligiuri und Sambouli?


Doch nicht nur bei Todibo müssen derzeit Abstriche gemacht werden. Mögliche Vertragsverlängerungen liegen auf Eis. "Vertragsverlängerungen sind im Moment bei uns kein Thema. Wir sollten uns lieber auf die Leistungen konzentrieren", so Schneider. Die Saison soll noch einigermaßen vernünftig fertig gespielt werden, "soweit das überhaupt noch möglich ist", meinte Schneider weiter. Dann wird es wohl personelle Konsequenzen geben: "Wir werden einige notwendige Entscheidungen treffen müssen", kündigte der 49-Jährige an.


Und die könnten auch Daniel Caligiuri betreffen. Sein Vertrag läuft am Saisonende ebenso aus, wie der von Benjamin Stambouli. Fraglich, ob Schalke die beiden Routiniers halten kann und will.