Nach der überaus ernüchternden Spielzeit 2019/20 beginnt beim FC Schalke 04 nun das große Aufräumen. Kaderleichen gibt es ja genug. Eine davon ist Hamza Mendyl.


Der kam im Sommer 2018 vom OSC Lille und kostete die Schalker damals sechs Millionen Euro. Die Gelsenkirchener erhofften sich von dieser Verpflichtung eine Weiterführung der Linksverteidiger-Tradition, die in den letzten Jahren immerhin mit Namen wie Christian Fuchs, Abdul Rahman Baba oder Sead Kolasinac aufwarten konnte. Allesamt spielen diese Spieler mittlerweile in Europas stärkster Liga, der Premier League.


Mendyl räumt Fehlverhalten ein


Doch der Plan, mit Mendyl diese Geschichte fortzuschreiben, schlug fehl. Auf insgesamt nur 16 Pflichtspiele schaffte es der Marokkaner bei Königsblau. Wie der Spieler selbstkritisch einräumt, lag das vor allem an ihm. "Es hatte keine sportlichen Gründe, es war eine Frage der Disziplin. Ich war oft zu spät, was mich meinen Platz im Kader kostete", bekannte Mendyl ungeschminkt gegenüber der französischen Fachzeitung L'Équipe. Das war im September letzten Jahres. Mendyl drückte damals auch seine Hoffnung aus, noch eine zweite Chance bei den Knappen zu erhalten. Doch daraus wird wohl nichts.


Auf Schalke lief es für Mendyl nicht so rund

Interessenten aus der Ligue1


Denn gegenüber der WAZ soll der Verein bereits bestätigt haben, dass es Interessenten für den Defensivmann aus Frankreich geben soll. Um welche Vereine es sich dabei handelt, wurde nicht gesagt - gerüchteweise soll Girondins Bordeaux dazugehören.


Seit letztem Sommer war Mendyl zum Ligue1-Klub FC Dijon ausgeliehen und kehrte nun vertragsgemäß zurück in den Kohlenpott. Doch ist er wohl nicht zurückgekehrt, um zu bleiben, sondern soll bei entsprechenden Angeboten verkauft werden. Mendyls Vertrag auf Schalke läuft noch bis 2023. In der Senfstadt Dijon kam Mendyl zunächst nur unregelmäßig zum Einsatz, stand aber in den letzten fünf Spielen vor dem Abbruch der Saison (im März) jeweils über die vollen neunzig Minuten auf dem Platz. Insgesamt bestritt er für Dijon 20 Spiele, in denen ihm sogar ein Tor gelang. Allerdings sah er dabei auch rekordverdächtige acht Gelbe und eine Rote Karte.