Der Bundesligist SC Freiburg plant, noch in diesem Jahr in das neu gebaute SC-Stadion umzuziehen. Doch nach einem monatelangen Rechtsstreit wird den Breisgauern nun verboten, zu den in Baden-Württemberg üblichen Ruhezeiten eine Bundesliga-Partie auszurichten.


Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH B-W) ordnete nun an, dass im neuen Stadion keine Spiele in der Bundesliga stattfinden dürfen, die am Freitagabend oder Sonntagmittag angepfiffen werden.

Die vor Ort üblichen Ruhezeiten - täglich ab 20 Uhr / sonntags zwischen 13 und 15 Uhr - wurden von den Anwohnern somit erfolgreich eingeklagt.


Monatelanger Rechtsstreit beendet - Pokalspiele nicht betroffen


Schon im Oktober 2019 hatte der VGH B-W diese Anordnung erlassen, doch die Freiburger legten Einspruch ein, da ihrer Meinung nach die zugrunde liegende Lärmschutzverordnung veraltet gewesen sei. Fast ein Jahr später steht das Urteil jedoch, denn wie der VGH B-W mitteilte, sei der Beschluss unanfechtbar (Quelle: faz und kicker).


Die Freiburger Fans werden vorerst noch auf Zutritt zum Schwarzwaldstadion hoffen.

Der DFB-Pokal und eventuelle Spiele im europäischen Wettbewerb sind zudem explizit von der Regel ausgenommen worden, da es sich dabei um keine regelmäßigen Veranstaltungen handelt. Ebenso sind Abendspiele mit der Anstoßzeit 18:30 Uhr gestattet, da das Spielende nur unwesentlich in die Ruhezeiten hinein fällt.

Wann die Freiburger in das neue SC-Stadion umziehen werden, ist noch nicht sicher. Mit rund 35.000 Plätzen bietet der Neubau gut 10.000 Zuschauern mehr Platz, als das altehrwürdige Schwarzwaldstadion.

Sollte sich die Liga darauf einlassen, den Spielplan an die Freiburger Sperrzeiten anzupassen, dann fällt für die Fans auf jeden Fall die ungeliebte Mittagspartie am Sonntag aus.