Der FC Bayern München bemüht sich mittlerweile seit über einem Jahr um City-Profi Leroy Sané. Nachdem ein Transfer im letzten Sommer wohl nur aufgrund der schweren Verletzung des Angreifers gescheitert war, nahm der Wechsel zum deutschen Rekordmeister in den letzten Wochen wieder konkrete Formen an. Der 24-Jährige will offenbar auch aus privaten Gründen nach Deutschland zurückkehren.


In der vergangenen Woche berichtete die Sport Bild, dass sich der FC Bayern mit Sané auf einen Wechsel geeinigt hat. Demnach erhält der Ex-Schalker in München einen Fünfjahresvertrag. Auch auf der Insel machten kürzlich Medienberichte (u. a. von The Athletic) die Runde, wonach der Transfer kurz vor dem Abschluss steht.


Die letzte große Hürde stellt die Ablösesumme dar. Dem Vernehmen nach lagen die Vorstellungen beider Klubs zuletzt weit auseinander.


"Falls das klappen sollte, werden die Preise andere sein als vor einem Jahr" Uli Hoeneß

Für Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß spielen bei den Ablöseverhandlungen zwei wichtige Faktoren eine Rolle. "Falls das klappen sollte, werden die Preise andere sein als vor einem Jahr, weil er da ja noch zwei Jahre Vertrag hatte und auch keinen Kreuzbandriss" erklärte der 68-Jährige im BR. "Insofern werden unsere Verhandlungsführer, falls sie mit Manchester reden, das sicherlich berücksichtigen."


Den Bayern schwebt angeblich eine Ablösesumme von rund 40 Millionen Euro vor. Ein Betrag, der laut AS-Informationen von den Verantwortlichen des englischen Meisters als eine Art Respektlosigkeit angesehen wird. Die Citizens rufen angeblich rund 80 Millionen Euro für den Nationalspieler auf, weshalb eine Ablösesumme im Bereich zwischen 55 bis 65 Millionen Euro plus etwaige Bonuszahlungen als realistisch erscheint.


Bayern-Bosse wollen sich öffentlich zurückhalten


Einem Bericht der Abendzeitung zufolge sind die Bayern-Verantwortlichen derzeit darum bemüht, die Wogen etwas zu glätten und ein gutes Verhältnis zu Man City zu pflegen. Öffentliche Äußerungen zur Personalie Sané, wie im letzten Jahr von Ex-Coach Niko Kovac getätigt, soll es deshalb nicht geben.


Will seine Tochter angeblich in Deutschland großziehen: Leroy Sané

Sané selbst soll sich auch wegen seiner kleinen Tochter für einen Wechsel nach München entschieden haben. Wie The Athletic aus dem Umfeld des Angreifers erfahren hat, will der 24-Jährige seine Tochter in Deutschland großziehen. Auch die Eltern des Ex-Schalkers würden eine Rückkehr in die Bundesliga begrüßen.


Dem City-Profi könnte bei einem Wechsel nach München auch ein neuer Ausrüstervertrag mit Adidas winken, da sein aktuelles Arbeitspapier mit Nike im Sommer ausläuft. Der fränkische Sportartikelhersteller und Anteilseigner an der FC Bayern München AG wird sicherlich daran interessiert sein, einen der bekanntesten deutschen Nationalspieler unter Vertrag zu nehmen und dafür wohl auch tief in die Tasche greifen.