Der FC Bayern will sich in diesem Sommer hochkarätig verstärken. Neben Wunschspieler Leroy Sané war auch Timo Werner in den vergangenen Wochen immer wieder ein Thema beim Rekordmeister - doch dann sagte der Leipziger den Münchenern öffentlich ab. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge wirkte vom Korb überrascht. Zudem äußerte sich der 64-Jährige zu Manuel Neuer und David Alaba.


Bereits im vergangenen Sommer gab es einen heißen Flirt zwischen Werner und dem FC Bayern. Damals deutete vieles auf einen Transfer des Angreifers hin, ehe sich die Münchener überraschend aus dem Poker zurückzogen. Der kicker berichtete seinerzeit, dass Hasan Salihamidzic und Niko Kovac - im Gegensatz zu den Granden um Rummenigge und Uli Hoeneß - gegen eine Verpflichtung des Leipzigers waren; Brazzo begründete seine Entscheidung letztlich damit, dass Werner nicht ins System der Roten passe.


Die Folge war, dass Werner seinen Vertrag bei den Sachsen (mit höherer Ausstiegsklausel) verlängerte - und eine Zaubersaison aufs Parkett legte. Bis zur Corona-Unterbrechung erzielte der 24-Jährige in 25 Ligaspielen 21 Treffer und legte zudem sieben weitere Tore auf. Auch in der Champions League war Werner mit sechs Scorerpunkten (vier Tore, zwei Assists) bislang durchaus erfolgreich unterwegs. Keine Überraschung, dass dem FC Bayern also erneutes Interesse am Nationalspieler nachgesagt wird, um den Fehler der vergangenen Saison wiedergutzumachen.


Werner ist 20/21 in Ballerlaune

Doch in diesem Jahr drehte Werner den Spieß einfach um. Im Interview mit der Bild erklärte der Angreifer kürzlich, dass ein Wechsel nach München für ihn nicht infrage komme und stattdessen nur das Ausland ein Thema wäre: "Falls ein Wechsel irgendwann einmal ein Thema werden sollte, würde mich eher der Schritt ins Ausland reizen als ein Wechsel zu Bayern." Zudem schob Werner eine klare Spitze gegen die Münchener hinterher und erklärte, dass es "auch eine Rolle [spielt], dass die gegenseitige Wertschätzung maximal da sein müsste. Deswegen habe ich mich damals für RB Leipzig entschieden, und deswegen würde ich mich bei meinem nächsten Schritt wieder für den Verein entscheiden, bei dem ich dieses Gefühl vermittelt bekommen würde."


Rummenigge über Werner-Korb: "Bin ja eigentlich über nichts mehr erstaunt, aber..."


Von der Sport Bild wurde Rummenigge auf den öffentlichen Korb des Nationalspielers angesprochen - der Bayern-Boss wirkte irritiert und überrascht: "Ich bin ja eigentlich über nichts mehr erstaunt, aber dass ein Spieler als Reaktion auf Gerüchte in der Öffentlichkeit eine solche Aussagemacht, habe ich auch noch nicht erlebt."


Während in der Personalie Werner also Klarheit herrscht, steht hinter der Zukunft von Manuel Neuer und David Alaba weiterhin ein großes Fragezeichen. Bei beiden Akteuren endet das Arbeitspapier im Sommer 2021, eine Einigung mit dem FC Bayern kündigte sich zuletzt nicht an.


FC Bayern mit "fairen" Angeboten für Neuer und Alaba


Rummenigge bestätigte der Sport Bild, dass beiden Spielern aber fertige Vertragsangebote vorliegen und der Ball somit auf ihrer Seite sei: "Wir wünschen uns, dass am Ende alle verlängern. Aber das liegt nicht exklusiv in unserer Hand. Wir haben den Spielern sehr seriöse und faire Vertragsangebote ohne Corona-Discount auf denTisch gelegt. Es liegt nun an den Spielern, sie anzunehmen."


Was wird aus Neuer und Alaba?

Außerdem war es dem Bayern-Boss wichtig, während der Corona-Krise "mit einem Märchen aufräumen: Auch der FC Bayern steht vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen und wird den Gürtel enger schnallen müssen. Noch mehr Sorgen als um die aktuelle Saison mache ich mir um die kommende Spielzeit. Das wird die gesamte Bundesliga und ganz Fußball-Europa betreffen."