Nach über einem Jahr Pause ist Arjen Robben auf die Fußballbühne zurückgekehrt. Der Flügelspieler läuft in dieser Saison für seinen Jugendverein FC Groningen auf und könnte sogar auch bei der Nationalmannschaft wieder ein Thema werden. Bondscoach Dwight Lodewegens wollte ein Comeback im Gespräch mit De Telegraaf nicht ausschließen.


Es war eine große Überraschung, als Arjen Robben Ende Juni sein Comeback verkündete. Ein Jahr nach seinem eigentlichen Karriereende beim FC Bayern wollte es der 36-Jährige noch einmal wissen, mit den Verantwortlichen des FC Groningen einigte er sich schließlich auf einen Vertrag für die kommende Saison. Schon von 1996 bis 2002 hatte Robben beim niederländischen Pokalsieger von 2015 gespielt und im Dezember 2000 in der Eredivisie debütiert, ehe er zur PSV Eindhoven wechselte.

Zu viel dürfe man aber nicht erwarten, sagte Robben, der im Testspiel gegen Arminia Bielefeld vor einer Woche prompt getroffen hat. "Ich bin ehrlich. Es hat in der Vorbereitung schon den einen oder anderen kleinen Rückschlag gegeben", sagte er beim klubeigenen TV-Sender (via t-online). "Es lief nicht ganz flüssig. Ich hatte hier und da ein paar Wehwehchen. Aber das wusste ich auch vorher, dass es nicht 1, 2, 3 so funktioniert."


In typischer Manier feierte Robben seinen Treffer gegen Bielefeld

Die Euphorie über sein Comeback ist dennoch riesig - und sie hat sogar den niederländischen Nationaltrainer auf den Plan gerufen. Im Oktober 2017 hatte Robben seine Nationalmannschaftskarriere nach 96 Länderspielen für beendet erklärt, Bondscoach Dwight Lodewegens schließt jedoch nicht aus, dass die ein oder andere Partie dazukommen könnte: "Man schreibt niemanden im Voraus ab", sagte der Nachfolger von Ronald Koeman gegenüber De Telegraaf (Übersetzung via Sportbuzzer). "Alles steht oder fällt mit seiner Leistung und er wird es sich verdienen müssen. Wer weiß, was er uns bringen könnte - möglicherweise von der Bank aus? Man ist nie zu jung, aber vielleicht auch nie zu alt, um für ein Team von Wert zu sein."

Generell hätten alle Spieler wieder eine Chance auf einen Platz in der Nationalmannschaft, nachdem die Europameisterschaft auf 2021 verschoben wurde: "Wir hatten eine ziemlich feste Gruppe, mit der wir die Qualifikation zur Europameisterschaft geschafft haben. Diese Europameisterschaft wurde nun verschoben. Wir sagten uns dann, dass wir alle wieder mit einem frischen Blick betrachten würden", so Lodeweges, "das gilt jetzt auch für Arjen Robben." Aufgrund der hohen Belastung in der kommenden Saison ist es jedoch unwahrscheinlich, dass er auch auf Nationalmannschaftsebene wieder voll angreifen wird.