Auf der Pressekonferenz von Borussia Mönchengladbach ärgerte sich Trainer Marco Rose über die aktuelle Berichterstattung in den Medien über ihn selbst, Denis Zakaria und das vergangene Spiel gegen Real Madrid. Sportdirektor Max Eberl nannte die aktuellen Spekulationen vor allem um Rose und den BVB "respektlos".


Schon früh hatte Marco Rose einen kleinen Fingerzeig für die Medien, als er sich darüber beklagte, dass in der Nachbetrachtung des Spiels gegen Real Madrid immer von einem bitteren Resultat gesprochen wurde, die Leistung seiner Mannschaft aber kaum Beachtung fand. "Wir haben sehr, sehr wenig klare Dinge zugelassen. Wir haben selbst gute Ballbesitzphasen gehabt und herausragende Tore geschossen und herausgespielt. Das kam mir in den letzten Tagen ein bisschen zu kurz", sagte Gladbachs Trainer.


Dass er wenig später wieder einmal nach Denis Zakaria befragt wurde, schien Rose ebenfalls ein wenig zu nerven: "Er kommt aus einer schweren Verletzung. Ich habe es jetzt sechs, sieben Mal gesagt, wie es um ihn steht. Er wird irgendwann wieder gesund sein." Außerdem stieß ihm sauer auf, dass ständig neue Artikel erschienen sind, in denen über Zakarias Gesundheitszustand spekuliert oder dieser dramatisiert wurde. Aktuell sei der Schweizer auf einem richtig guten Weg, man solle ihm aber auch die Zeit geben, wieder richtig fit zu werden, "und nicht auf seinem Rücken immer wieder Meldungen rausknallen".


Marco Rose hat keine Lust mehr auf Fragen zu Denis Zakaria

Deutlicher wurde er ein wenig später, als er nach den Gerüchten um seine Person bei Borussia Dortmund angesprochen wurde und wie er diese empfindet. "Es ist doch egal, wie ich das empfinde. Es interessiert doch sowieso keinen", sagte Rose. "Es ist geschrieben und Lucien muss damit umgehen und ich muss damit umgehen. Es ist im Moment für mich einfach kein Thema, weil ich so viel zu tun habe hier im Verein mit meinen Jungs und mit so vielen Spielen, dass ich grundsätzlich solche Dinge nicht kommentiere."


Eberl: "Respektlos uns gegenüber"


Ad acta gelegt war das Thema damit aber noch nicht. Ob er einen Karriere-Plan habe, wurde der 46-Jährige noch gefragt, der dies verneinte. Zwei Plätze neben ihm konnte sich Sportdirektor Max Eberl den einen oder anderen Schmunzler nicht verkneifen, wenig später wurde er selbst dann zur Thematik befragt und sagte: "Marco ist bei uns Trainer und ich glaube, es ist auch uns gegenüber respektlos, über unseren Trainer, Spieler oder Angestellten hinweg einfach zu spekulieren und zu sagen: Wo kann er denn sein? Und was muss vielleicht der nächste Schritt sein?"


Nach zwölf Jahren in seinem Job sei er derartige Spekulationen inzwischen aber gewöhnt. "Erstmal zeigt mir das, dass wir auf dem absolut richtigen Weg sind, dass wir immer wieder gute Entscheidungen fällen", sagte Eberl. "Wir wissen genau, was wir wollen. Wir sind sehr ambitioniert, sowohl Marco als auch ich und der Klub. Das ist das, was für mich zählt. Wenn dann dauernd über uns gesprochen wird und quasi alles schon weggeschrieben wird, dann ist es ein Stück weit respektlos auch uns gegenüber."