Borussia Dortmunds Neuzugang Reinier hat erstmals mit der Mannschaft trainiert und anschließend mit den Medien gesprochen. Dabei verriet der Brasilianer, wie er bislang in Dortmund angekommen ist, welche Ziele er hat und wo er seine Stärken sieht.


Wie viel Reinier bislang von Dortmund gesehen hat, ist nicht überliefert, doch es reichte offenbar, um ihn zu überzeugen: "Dortmund ist eine schöne Stadt", erklärte die Leihgabe von Real Madrid nach seinem ersten Teamtraining in einer Medienrunde (via Sky Sport). "Es gefällt mir hier sehr gut, es gefällt auch meinem Vater sehr gut. Es ist für mich auch immer sehr wichtig, dass sich mein Vater wohl fühlt. Wir sind hier sehr gut empfangen worden. Es ist die Realisierung eines weiteres Traumes."


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Primer entrenamiento?⚫️? #hejabvb??

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Bei der Eingewöhnung helfen Reinier ganz besonders Axel Witsel und Raphael Guerreiro, weil sie Portugiesisch sprechen. Die Sprachbarriere ist für ihn nämlich durchaus noch ein Problem: "Die Kommunikation ist natürlich nicht ganz einfach." In Madrid Spanisch zu lernen sei einfacher gewesen, doch der Brasilianer sucht keine Ausreden: "Ich möchte auch neue Sprachen lernen. Englisch und auch Deutsch. Das ist wichtig für mein weiteres Leben."


Reinier möchte "wenn möglich Titel gewinnen"


Neben seinen persönlichen Zielen, sich als Mensch und sprachlich weiterzuentwickeln, hat Reinier auch sportlich einiges vor: "Ich möchte natürlich auch mit dem Klub erfolgreich sein und wenn möglich Titel gewinnen. Und an dieser Aufgabe einfach weiter wachsen und den Fans viel Freude bereiten."


Reinier wechselte erst im Januar 2020 zu Real Madrid. In Dortmund soll er sich nun entwickeln

Die Entscheidung, den nächsten Schritt in Dortmund zu gehen, sei dabei keine schwierige gewesen. Darüber hätten er und sein Vater "kein zweites Mal nachdenken müssen. Der BVB ist bekannt dafür, Spieler weiterzuentwickeln. Als sich die Option aufgetan hat, wussten wir, das ist das Richtige und das wollen wir", erklärte Reinier. "Und die Entscheidung hat auch schon Früchte getragen. Wir sind hier gut aufgenommen worden und sind hier sehr glücklich."


"Ich kann vorne eigentlich alles spielen"


Die Schwarz-Gelben waren für ihn dabei kein unbeschriebenes Blatt: "Der BVB ist ein großer Verein mit einem tollen Stadion und einer großen Geschichte. In Brasilien verfolgt man den Klub, weil auch viele Brasilianer wie Amoroso, Dede oder Tinga hier gespielt haben." Reinier ist insgesamt der zwölfte Spieler aus Brasilien, der für den BVB spielt.


Als sein Vorbild bezeichnete der 18-Jährige den ehemaligen Weltfußballer Kaka, er wolle aber "kein zweiter Kaka" sein. "Ich sehe meine Stärken im schnellen Spiel, im Kurzpassspiel. Ich mag es, meinen Mitspielern zu helfen, sie in gute Positionen zu bringen, aber ich mag es auch, selbst den Abschluss zu suchen", beschrieb Reinier seine Stärken. Eine bevorzugte Position habe er nicht: "Ich kann vorne eigentlich alles spielen." Lucien Favre hat also einen weiteren "polyvalenten" Spieler für seine Offensive.