Dass Lionel Messi den FC Barcelona verlassen will, beschäftigt auch die Stars von Real Madrid. Kapitän Sergio Ramos würde einen Wechsel des sechsmaligen Weltfußballers bedauern, laut Luka Modric dürfe man nicht zu sehr an der Vergangenheit festhalten.


Die spanische La Liga droht ihren zweiten Weltstar zu verlieren. Vor zwei Jahren verabschiedete sich Cristiano Ronaldo von Real Madrid und wechselte für 117 Millionen Euro zum italienischen Serienmeister Juventus Turin, in diesem Sommer würde auch Lionel Messi am liebsten bei einem neuen Verein unterkommen. Der Argentinier hat für sich persönlich einen Schlussstrich unter das lange und erfolgreiche Kapitel beim FC Barcelona gezogen und streitet mit den Vereinsbossen über die Freigabe.


Über einen möglichen Wechsel von Messi sagte Real Madrids Kapitän Sergio Ramos auf der Pressekonferenz der spanischen Nationalmannschaft vor dem Nations-League-Spiel gegen Deutschland (Donnerstag, 20:45 Uhr): "Für den spanischen Fußball, für Barcelona und für uns wäre es toll, wenn er bleibt" (Marca, Übersetzung via Sport1).


Messi mache "die Liga besser und die Clasicos schöner", so Ramos, "man will immer die Besten schlagen und er gehört zu den Besten der Welt." Wie Messi seinen Abschied forciert, sieht der 34-Jährige allerdings kritisch: "Er hat das Recht verdient, über seine Zukunft zu entscheiden. Aber ich weiß nicht, ob das die beste Art und Weise ist."


Modrics Vergleich mit Cristiano Ronaldo


Luka Modric vergleicht den drohenden Messi-Transfer mit Ronaldos Wechsel im Sommer 2018. "Es wäre ein großer Verlust, wie als Cristiano gegangen ist. Aber du darfst nicht an die Vergangenheit denken. Es ist Fußball", sagte Modric der französischen Nachrichtenagentur AFP (via WION). Zwar würde zunächst das Prestige der Liga leiden, doch "andere Spieler werden Stars", ist sich der Mittelfeldspieler sicher. "Als Ronaldo ging, war es das Gleiche. Das Leben von Real Madrid ist ohne ihn weitergegangen und für Barcelona und La Liga wird es mit Messi das Gleiche sein."


Noch ist nicht über die Zukunft des sechsmaligen Weltfußballers entschieden worden. Am Mittwoch landete Vater und Berater Jorge Messi für ein erstes Gespräch in Barcelona. Die Verantwortlichen hätten dem 62-Jährigen allerdings verdeutlicht, dass der Verein fest mit Messi plane und bis 2022 verlängern wolle, wie La Vanguardia berichtet. Doch La Pulga scheint auf seinen Wechselwunsch zu beharren.