RB Leipzig zieht weiter Kreise in der Champions League: Zum einen macht Dayot Upamecano mit starken Leistungen auf sich aufmerksam - bleiben wird er aber trotzdem für die nächste Saison. Zum anderen stehen die eingespielten Millionen nicht für Transfers zur Verfügung.


Mit dem Einzug in das Halbfinale der Champions League gelangen den Sachsen einen sehr großen Schritt nach vorn. Beim 2:1-Sieg gegen Atlético Madrid am vergangenen Donnerstag stand vor allem ein junger Abwehrspieler im Fokus: Dayot Upamecano wusste erneut zu überzeugen. Trotz seiner erst 21 Jahre spielt der Franzose ein sehr abgeklärtes und konstant sicheres Spiel. Das macht ihn für andere Vereine sehr interessant.


Upamecano bleibt in Leipzig - Ausstiegsklausel verschoben


Grund genug für Leipzig, seinen Vertrag zu verlängern. Eigentlich wäre dieser im kommenden Sommer ausgelaufen, doch zusammen hat man sich darauf verständig, das Arbeitspapier um zwei weitere Jahre bis 2023 auszuweiten. Für einen Wechsel noch in dieser Transferphase hätte ein Verein um die 60 Millionen Euro zahlen müssen, um eine Ausstiegsklausel zu aktivieren. Diese Klausel soll es dem Einvernehmen nach für das nächste Jahr geben und etwa 42 Millionen Euro betragen (via RBlive).


Gegen Atlético Madrid zeigte sich Upamecano in starker Form

Heißt auch: Einen theoretisch möglichen Wechsel noch in den nächsten Wochen steht keine so hohe Klausel gegenüber. Ist ein Verkauf also doch noch möglich, wenn auch nur für eine astronomisch wirkende Summe? Sportdirektor Markus Krösche bezog diesbezüglich (via RBlive) nun Stellung: "Upamecano hat gerade seinen Vertrag verlängert, und er hat sich klar dazu bekannt, die nächsten Jahre bei uns Fußball zu spielen. Im nächsten Jahr wird er definitiv bei uns bleiben." Obwohl es viele Interessenten gegeben haben soll, darunter u.a. auch der FC Bayern, habe er sich "klar für uns entschieden", so Krösche weiter.


Ein durchaus kluger Schachzug des Halbfinalisten der Königsklasse: So profitiert das Team noch mindestens eine Saison von der Klasse des Innenverteidigers, während dem Spieler abschließend ein Wechsel ermöglicht und in Aussicht gestellt wird, bei dem der Klub gleichzeitig noch gut verdienen wird. Die Einigung zur Vertragsverlängerung hat somit nur Gewinner hervorgebracht.



Leipzig mit hohen Champions-League-Einnahmen: "Budget hat sich nicht verändert"


Neben einem wahrscheinlichen Upamecano-Verkauf im nächsten Jahr nimmt RB Leipzig derzeit auch einige Millionen Euro aus dem internationalen Wettbewerb ein. Abgesehen von der Startgeld-Prämie und dem Einzug in die K.O.-Phase gab es zuletzt zusätzliche zwölf Millionen Euro für das Erreichen des Halbfinales. Sollte sich die Truppe von Julian Nagelsmann dort sogar noch gegen Paris Saint-German durchsetzen können, winken weitere 15 Millionen Euro - ein Sieg der Champions League würde vier Millionen Euro oben drauf bringen. Die Bestätigung dieser Zahlung soll noch in dieser Woche erfolgen.


Große Einnahmen, die allerdings nicht Krösche und seiner Arbeit zukommen werden, wie der 39-Jährige erklärte: "Mein Budget hat sich nicht verändert." Von einem Transferbudget in Höhe von etwa 30 Millionen Euro ist die Rede, unabhängig der großen CL-Einnahmen. Das bislang unveränderte Ziel: Patrik Schick soll über seine Leihe hinaus gehalten werden. Ein schwieriges Unterfangen, auch die Bild berichtete vor etwa einer Woche, dass der Stürmer nicht mehr für die Sachsen auflaufen würde. Krösche wird vermutlich bis zum letzten Tag um ihn kämpfen.


Angelino ist für Leipzig sehr schnell sehr wichtig geworden

Auch ein Verbleib von Angeliño ist anvisiert. Der Linksverteidiger wurde im Frühjahr von Manchester City ausgeliehen, wo er einen bis 2023 gültigen Vertrag hat. Für den 23-Jährigen, der mit einem Marktwert von 20 Millionen Euro beziffert wird, müsste der Sportdirektor etwas tiefer in die Tasche greifen. Selbst wenn Pep Guardiola kein Interesse an der Rückkehr des Spaniers hätte, werden sich die Skyblues einen festen Abgang ordentlich bezahlen lassen. Eine Aufgabe, die ohne die zusätzlichen Einnahmen angegangen werden soll.


Die ersten fünf Millionen Euro sind bereits als Prämien an Spieler und Trainer weitergereicht worden. Ungeachtet des zusätzlichen Geldes und des feststehenden Budgets könnte auch noch etwas bei potenziellen Neuzugängen passieren: "Trotzdem schauen wir auf der ein oder anderen Position, ob wir noch etwas hinzufügen können."